Silent Hill 2: Random Thoughts

Ich glaube, dass ich bald mit dem Spiel durch bin und ich dachte, dass ich mal meine momentanen Gedanken zu dem Spiel hier niederschreiben.

Ich bin einfach nur begeistert. Silent Hill 2 ist einfach nur genial! Je länger ich es spielte, desto mehr Angst bekam ich. Es fühlt sich alles immer bedrückender, beklemmender an. Auch die Geschichte führt einen immer tiefer in Abgründe, die man sich evtl. nie erträumen würde. Eddies und Angelas Geschichten sind bestimmt 'nur' die Spitze des Eisbergs.

Dass Angela von ihrem Vater misshandelt worden ist und ihn dann wohl tötete, Eddie wurde in seinem ganzen Leben immer wegen seines Aussehens schikaniert und dann zum Mörder wurde...das ist alles so nachvollziehbar. Meiner Meinung nach, ist es sehr gut nachvollziehbar, wieso diese beiden Charaktere später zu Mördern wurden.

Aber James... ich vermute, dass er seine Frau getötet hat und sich einredet, sie sei wegen einer Krankheit gestorben. 

Verdrängung.
Wenn dem so sein sollte... naja, dann würde ich zuerst wissen wollen, wieso er es tat. Dann kann ich immernoch mein eigenes 'Urteil' über James fällen. Aber wie Mary in ihrem letzten Brief zu Laura schon sagte; so glaube ich auch, dass James irgendwo ein guter Mensch ist.

Anfangs hatte ich ja Mitleid mit James, und mittlerweile habe ich es wieder. Auch wenn er evtl. aus niederen Beweggründen seine Frau getötet hat, so musste er zwei Mal schon sehen, wie Maria gestorben ist und das kann man niemanden wünschen. Zumal er beim zweiten Tod Marias sie Mary nannten, weshalb ich glaube, dass er in ihr seine Frau sieht - zumindest ein wenig.

Ich bin schon sehr gespannt, wie das enden wird.
Sehr fasziniert war ich von dem Rätsel mit den gehängten Männern, wo wir den Unschuldigen befreien mussten, der somit zum Schlüssel zur unserer Wahrheit wurde. Vielleich müssen wir uns selbst vergeben?
Flint hatte mir geschrieben, dass der Abstieg ab der Historical Society wohl etwas symbolieren mag. Der Abstieg in das Innere vielleicht; James muss immer tiefer in sein eigenes Ich vordringen. Er selbst ist verwirrt, findet in sich selbst nicht zurecht - deshalb das Labyrinth?
Dann die Sache mit Maria, die doch nicht tot ist anfangs. Soll sie symbolisieren, dass James nicht glauben mag, dass Mary tot ist? 
Hinzu kommen die drei Tafeln mit den drei Stricken.
Die Verführerin - Angela.
Das gefräßige Schwein - Eddie.

Der Unterdrücker - James.

 Sie klagen sich vielleicht selbst an. Denn Angela hat niemals ihren Vater verführt; das kann ich mir nicht vorstellen. Aber sie glaubt, sie habe dies getan. Eddie beschimpft sich selbst als hässlich und fett, verurteilt sich selbst wegen seines Aussehens, weil er immer deswegen fertig gemacht worden ist. Und James unterdrückt bzw. verdrängt wohl die Wahrheit.



Und auch die Szene mit dem Friedhof war sehr verstörend irgendwie. Da waren die drei leeren Gräber, die Eddie, Angela und James gehörten und alle waren sie leer.
Mir kam der Gedanke, dass alle drei Gefangene sind; wegen des Ortes beispielsweise.

Vielleicht Gefangen in ihrem Leid oder in deren Illusion.

Und Silent Hill rief sie zu sich. Vielleicht um die Wahrheit zu erkennen? Oder wählten sie selbst diesen Ort, um sich von ihrem Leid befreien zu können?


Sobald ich mit dem Spiel durch bin, werde ich nochmal eine komplette Interpretation des Spiels meinerseits hier veröffentlichen.

Kommentare:

  1. Wow selten habe ich derartige Gedankengänge gelesen die so....Ich enthalte mich einfach weiterer Worte ;)
    Jedenfalls gefällt mir dieser Eintrag von allen bisher besonders.

    Cheers W1ndi ^.^

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  2. Oh, wow. wie schon der Post vor mir sagte...auf solche Gedanken stoßt man selten. Es fasziniert mich wie du darüber denkst:> Silent Hill ist wohl das Spiel, das mich am meisten zum Nachdenken anregt.

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  3. God damn! Besser hätte es wohl niemand sonst interpretieren können!!

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