Shinjuku Incident (Stadt der Gewalt)

Achtung, SPOILER!

Wer kennt Jackie Chan nicht? Der kämpfende Schauspieler, der mit Humor und virtuosen Kampfkünsten unglaublich viele Zuschauer ins Kino und vor den Fernseher lockt.

Doch in dem Film Stadt der Gewalt kann Jackie auch ganz anders.
Nur wenige werden wahrscheinlich den Film Heart of the Dragon aka Powerman III kennen, wo er einen Polizisten spielt, der seinen geistig zurückgebliebenen Bruder retten muss. Ich glaube, Jackie war da um die 30 Jahre alt, aber ich finde, dass er schon in diesem Film bewiesen hat, wie gut er schauspielern kann und das hat er in diesem ebenfalls.

Der Film spielt in den 90ern, als eine Immigrationswelle auf Japan rollte. Jackie, im Film namens Tietou, ist auf der Suche nach seiner Freundin, weshalb er illegal nach Japan gewandert ist. Er lebt dann in einem Stadtteil von Tokio. Anfang hält er sich mit kleinen Jobs auf Baustellen und in der Kanalisation über Wasser. Er lebt mit weiteren chinesischen Einwanderern zusammen, die durch illegale Geschäfte versuchen, an mehr Geld zu kommen.
Einer aus deren Gruppe, Jie, kommt mit dieser Arbeit nicht klar, weshalb sie ihr ganzes Geld zusammenkratzen und ihm einen Kastanienröststand auf vier Rädern kaufen, damit er auf ehrliche Weise sein Geld verdienen kann.
Die anderen haben unter anderem in einer Spielbank einen Automaten manipuliert, auf den Jie eines Abends kurzzeitig aufpassen soll. Die Betreiber des Ladens halten ihn für den Betrüger und wollen aus ihm herausprügeln, zu welcher Bande er gehört, aber Jie will seine Freunde nicht verraten. Dafür büßt er seine Hand und sein Gesicht ein.
Tietou will ihn rächen und sucht den Taiwanischen Triadenführer auf; rettet bei dem Unterfangen jedoch das Leben des Yakuzabosses Eguchi. Jener möchte, dass Tietou von nun an für ihn arbeitet.

Anfangs läuft alles gut, Tietou bekommt die Kontrolle über einen Teil Tokios, er will von der illegalen Schiene wegkommen und dafür sorgen, dass er und seine chinesischen Freunde wieder auf den rechten Weg kommen, was aber am Ende jedoch eskaliert.



Ich habe noch nie solch einen Jackie Chan gesehen und ich bin ziemlich sprachlos. Er hat wirklich sehr überzeugend gespielt. Es gab in diesem Film mal keine lustigen Kampfszenen, die einen beeindrucken konnten. Er kämpfte wie ein ganz normaler Mensch; er war in dem Film ein normaler Mensch und ausnahmsweise mal der Antiheld. Und es passt zu ihm. Es muss nicht immer Rush Hour oder Shanghai Noon sein, er kann auch anders. Aber nicht nur seine Schauspielkünste haben mich überzeugt. 
Die Atmosphäre war ziemlich erdrückend. Die Gewalt wird ziemlich explizit dargestellt, weshalb der Film ab 18 Jahren hier freigegeben worden ist. Ich finde, es wäre sehr interessant gewesen, noch mehr für die wirtschaftlichen Probleme in China und Japan zu erfahren. Man bekommt einen kleinen Einblick, aber es hätte gerne mehr sein dürfen, was aber den Film wahrscheinlich zu lang gemacht hätte. Aber die fast zwei Stunden lohnen sich meiner Meinung nach auf jeden Fall.

 




1 Kommentar:

  1. Der Film steht definitiv ganz ober auf meiner "must see" Liste!
    Hab dir den mal irgendwann vorgeschlagen:P

    Cheers Irgendwer

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