Random Blah No. 14

Eigentlich sollte ich jetzt andere Dinge tun, aber ich wollte noch einen letzten Blogpost in diesem Monat schreiben.

Erstmal abermals vielen Dank an die Leute, die sich meine letzten beiden Posts so gewissenhaft durchgelesen haben! Das bedeutet mir wirklich viel. (:

Dann werde ich immernoch gefragt, ob ich nicht ein Abonnentenspecial machen könnte. Die Leute, die meinen Blog lesen, sind nun klar im Vorteil:
Es wird kein Abonnentenspecial geben, weil ich keinen Grund darin sehe, etwas für Abonnenten zu tun, die garnicht meine Videos gucken. Klingt doch eigentlich sinnvoll, oder?
Ich hatte schonmal ein Zuschauerspecial gemacht und etwas dergleichen wird folgen; ich weiß nur noch nicht wann.
Mein Kanaldesign wird in absehbarer Zeit ebenfalls wieder geändert; ein paar Ideen habe ich auch schon, aber es reicht noch nicht für ein komplettes Layout. 

Ferner werden jetzt erstma sehr viele Silent Hill 3 Folgen kommen. Bis Part 43 habe ich schon die Videos gerendert; gespielt habe ich schon weiter, aber Fraps hat den Ton nicht aufgenommen. *YES!*
Aber ich glaube, dass ich schon sehr bald mit dem Spiel durch bin. Abgesehen davon bin ich momentan sehr motiviert, was dieses Spiel anbelangt; könnte also gut sein, dass das Spiel bis zum Ende der nächsten Woche spätestens komplett im Kasten ist und dann geht es auch richtig mit Tomb Raider The Angel of Darkness los.
TR AOD wird sehr wahrscheinlich auf 480p gerendert werden; TRL will ich in HD und Widescreen behalten.

Apropos TRL; ich frage mich, warum so viele Leute das Video so unterschiedlich sehen. oO Also das Video konnte ich ohne Probleme wunderbar auf meinem PC sehen. Vielleicht habe ich auch einen Knick in der Linse? Don't know...



Jetzt etwas, was nichts mit den LPs zu tun hat...

Es ist sehr kalt geworden. Ich wollte eben schreiben, dass es sich wie September anfühlt, aber den haben wir ja schon morgen... x'D
Krass, wie schnell das Wetter umspringt, aber so ist es mir viel lieber! Aufwärmen kann man sich immer, aber abkühlen...? Irgendwann hat man einfach keine Kleidung mehr, die man ausziehen könnte.

Ich habe heute morgen mal so random unsere TV-Zeitschrift durchstöbert und was habe ich gesehen? Däumeline, der Disneyfilm, läuft irgendwann diese Woche auf Super RTL.
Ich liebe diesen Film, auch wenn ich den Charakter von Däumeline nie mochte. xD Ich werd gleich nach dem Hörspiel dazu suchen; als kleines Kind habe ich das so dermaßen geliebt; das ist so fantasievoll, bunt, einfach nur schön...

Und ich habe ein Lied wiedergefunden; Iced Earth - Died For You
Einfach nur wunderschön. *-*
Und der Spätsommerwind ist auch so schön. Der verleiht einem ein ganz anderes Gefühl, als der Frühlings- oder Winterwind... hach ja.

So, das war's von mir im August. 

Over and out!~  ^___^


PS: Leute, es ist bald Weihnachten! 
Bin ich froh, wenn der ganze Quatsch wieder vorbei ist. x'D  

Was ist nur passiert? - Die Bildschirme, das Internet und unsere Gesellschaft

ACHTUNG: Das ist ein SEHR LANGER Text, den man aber – denke ich – komplett gelesen haben muss, um ihn zu verstehen. Am besten mit einer Tasse Tee und ein paar Keksen. *-*

Dieser Blogpost wird im Prinzip eine schriftliche Darlegung eines Referats aus meiner Schulzeit sein, welches ich damals im Erdkunde-Leistungskurs gehalten habe. Mein letzter Blogpost hat mich wieder daran erinnert und ich dachte, ich schreibe ihn hier nochmal nieder. Generell wollte ich all das hier schonmal niedergeschrieben haben, weil im letzten Jahr viele Menschen kennengelernt habe, die vieles von dem hier belegen und ich hoffe, dass ihnen dieses Geschriebene hilft, einige Dinge zu verstehen, um zu wissen, wie es weitergehen kann. (:
Ich beziehe mich hier aus zwei Zeitungsartikel aus der Psychologie Heute vom Oktober und November 2009, sowie auf den Atlas der Globalisierung. (Ich hatte noch andere Quellen, die ich mir aber nicht notiert hatte.)
Falls sich jemand fragt, ob das hier alles faktisch, biologisch und psychologisch richtig sei; ja. Meine damalige Lehrerin ist in den Bereichen sehr bewandt und und hatte inhaltlich nichts an dem Vortrag zu kritisieren.



Das Internet und die Globalisierung

Die Entstehung des Internets werde ich hier nicht darlegen, aber wer gerne wissen will, wie es entstand, wird mit Google bestimmt ganz schnell alles herausfinden.

Für die Politik spielt das Internet natürlich mittlerweile auch eine sehr große Rolle. Als Politiker kann ich mir so schnell Resonanzen des Volkes einholen und dementsprechend schnell darauf reagieren. Natürlich ist der Datenaustausch generell ebenfalls von großer Relevanz

Für die Wirtschaft hatte das Internet ebenfalls eine sehr große Relevanz; diese digitale Revolution konnte ja überhaupt erst den globalen Weltmarkt, wie er nun ist, ermöglichen. Jedoch resultierten daraus ebenfalls auch wieder stärkere Disparitäten. So ist es in Afrika ein Internetzugang noch am teuersten und da stellt sich die Frage, wie eine Firma sich auf dem Weltmarkt etablieren kann ohne Internetzugang, da jenes mittlerweile einfach vorausgesetzt wird in der Hinsicht auf Kommunikation und Kundennähe. Ferner gehört z.B. Amazon.com mittlerweile zu den Global Playern, was ohne das Internet natürlich nicht möglich gewesen wäre.

Und da könnt ihr euch nun fragen; Wie viel kaufe ich selbst über Online Shops und warum tue ich dies?

Meine Umfrage ergab, dass es mittlerweile die meisten tun, weil es bequemer und einfacher ist und viele der Befragten kaufen ausschließlich nur noch übers Internet ein. Ich persönlich bestelle mittlerweile Kleidung, Elektroartikel, Bücher etc. auch nur noch im Internet. Warum auch nicht? Ich kann im Internet direkt Rezensionen zu den Artikeln bekommen, betreibe Onlinebaking und bekomme meine Produkte ganz einfach nach Hause geliefert. Ist doch wundervoll praktisch. (:

Und dann haben wir natürlich auch noch unsere sozialen Netzwerke, damit man im Kontakt bleiben und Daten austauschen kann. Da benutzen wir Facebook, StudiVZ, Youtube und MySpace. Hausaufgaben machen dann Google und Wikipedia für uns und das Telefon ersetzen wir durch Skype, MSN und ICQ. Zeitung brauchen wir auch nicht mehr lesen, da die Zeitungen ja nun ihre eigenen Webseiten haben.
Interessant fand ich es, dass viele zu mir meinte, dass sie auf die sozialen Netzwerke sehr angewiesen sind, weil sie selbst kaum Zeit haben, mit Bekannten und Freunden in Kontakt zu bleiben und sich mal eben zu twittern, dass man sich abends dort und dort trifft, geht natürlich viel schneller.

Wie viel Zeit verbringt ihr eigentlich vor im Internet und vor dem Fernseher pro Woche? Und seid da mal ganz ehrlich zu euch selbst. Ich glaube, da könnten sehr erschreckende Zahlen zusammen kommen.
Ich selbst verbringe mittlerweile auch Unmengen an Zeit vor dem Bildschirm. Man nehme nur die Zeit, die man in das LPen investiert. Da kommen schon sehr viele Stunden zusammen. Hinzu kommen dann ellenlange Konversationen im Skype, Informationsbeschaffungen für das Studium, das Bloggen, Einkaufen etc.. Das ist in der Tat nicht wenig. Aber es wird auch irgendwie einfach vorausgesetzt; insbesondere bzgl. der Kommunikation.





„Hierher gesehen!“

Erstmal würde ich euch bitten, dass ihr euch die Frage stellt, welche Bedeutung für euch das Internet genau hat. Wie wichtig ist es für euch? Was wäre, wenn ihr plötzlich keines mehr hättet?


Anfangs dienten die „Bildschirme“ nur der Freizeitunterhaltung und der Entspannung und natürlich ging von ihnen eine unglaubliche Faszination aus. Ich glaube, in den 50ern gab es die ersten Fernseher und dann dort in diesem kleinen Kasten Menschen rumtanzen sehen zu können, war revolutionär.

Und heute? Heute empfangen wir über die Bildschirme all unsere Imperative, Arbeitsaufträge etc..
Auf der Arbeit wird uns gesagt, was wir zu tun haben. In den Schulen finden wir mittlerweile elektronische Stundenpläne, die uns ruck zuck zeigen können, ob es eine Raumänderung gibt oder ein Lehrer erkrankt ist. Wir haben elektronische Terminplaner, die uns sagen, wann wir wieder ein Geschäftsessen haben oder wann der beste Freund Geburtstag hat.
Von all diesen Bildschirmen gehen immer Impulse aus; sie rufen uns praktisch zu „Achtung, aufgepasst! Hierher gesehen! Hier, das musst du sehen!“.
Physiologisch gesehen wären das kleine Lichtschocks auf das Auge, aber da steckt viel mehr dahinter.

Soziologisch gesehen, sind diese Bildschirme einfach notwendig geworden bei gesellschaftlichen Arbeitsprozessen und wer sich nicht an die Impulse von den Bildschirmen hält oder halten kann, riskiert praktisch eine Kündigung.
Was resultiert daraus?
Es wird vorausgesetzt, dass wir mit der Bildmaschine umgehen und arbeiten können, wodurch vor allem ältere Arbeitnehmer unter einem enorm hohen Leistungsdruck stehen. Wir müssen uns stetig der sich schnell verändernden Technologie anpassen. Für Menschen, die damit aufgewachsen sind, ist das ansich kein Problem, aber der Leistungsdruck bleibt, weil die Veränderung bestehen bleibt.

Unsere Konzentration wird buchstäblich auseinandergezogen. Die Aufmerksamkeit wird dadurch zerstreut und zermürbt, da wir und ständig und übermäßig auf einzelne Dinge konzentrieren müssen.

Ein Beispiel:
Eine Telefonistin muss pro Tag ca. 700 Anrufe entgegennehmen; jeder Anruf versetzt ihr einen kurzen Aufmerksamkeitsimpuls. Abends ist sie dann natürlich fix und fertig. Was tut sie? Sie setzt sich vor einen Bildschirm und glaubt dort die Entspannung zu finden. Jedoch hat das nur eine zermürbende Wirkung auf sie, weil sie auch dort überall immer wieder Aufmerksamkeitsimpulse vorfindet!
Sei es im Internet eine Seite, vollgepackt mit Werbung oder im TV letzten endes das selbe.
Die Sache ist, dass die Aufmerksamkeitsgewinnung zu einem elementaren Faktor unserer Gesellschaft geworden ist!
Jede Ware muss heutzutage verkünden können „Schau mich an! Kauf mich!“, weil es einfach solch eine große Warenvielfalt gibt.
Wenn wir Dokumentationen, Filme etc. sehen, müssen sie so gemacht werden, dass es permanent Aufmerksamkeitsimpulse gibt, damit der Zuschauer dran bleibt und nicht den Sender wechselt.

Unter solchen Bedingungen ist es normal, dass Kinder und Jugendliche Aufmerksamkeitsdefizite bekommen; ADHS zum Beispiel, welches ferner eine drastische Manifestation und Verstärkung einer gesellschaftlichen Tendenz unserer ist.

Ein Aufmerksamkeitsdefizit spiegelt sich in der eigenen Sozialisierung wieder. Menschen mit ADHS ist ein Defizit an Aufmerksamkeit widerfahren. Die Kinder von heute erleben nun jedoch eine Konkurrenz zwischen der Aufmerksamkeit der Bezugsperson und der Flimmerkiste, woraus eine halbherzige Aufmerksamkeit resultiert. Die Eltern habe nicht mehr soviel Zeit, sich um die Kinder zu kümmern, aber was die Kinder vor dem Bildschirm erfahren ist keine wahre und auch keine wirklich emotionale Aufmerksamkeit, die sie eigentlich bräuchten!
Kinder sind für solche Dinge sehr sensibel und sie leiden darunter.
Man kann dies unter anderem daran erkennen:
Sitzt ein Kind vor dem Fernseher ist es total ruhig, wie ausgewechselt und gewinnt dort plötzlich an Ausdauer. Wenn es Hausaufgaben machen soll, ist es genervt, will sie nicht machen.
Kinder sind von Natur aus neugierig und motiviert; die Frage ist jedoch, wo das Kind die Neugierde befriedigt und wenn jenes schon ein Steven Spielberg vollbracht hat, interessiert es sich natürlich nicht für die Geschehnisse im Unterricht. Und kämpft ihr mal als Lehrer gegen die Klonkrieger an... ich glaube, da ist der Ausgang schon gewiss. (Ergänzung dazu weiter unten.)

Zurück zu dem ruhigen Kind vor dem Bildschirm:
Es mag paradox klingen, aber ein Kind zieht es zurück an den Ort, wo es seine traumatischen Erfahrungen machte. Es ist dieser Wiederholungszwang, um das Schreckliche loszuwerden. Sie finden als nur ihre Beruhigung nur am Herd ihrer Unruhe, wodurch sie wiederum nur eine Pseudoerfüllung erfahren! Und daraus folgt ferner ebenfalls eine Unfähigkeit, zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen und zu verstärken.
Wir brauchen permanente Reize, immer das höchste der Gefühle, die Perfektion, so wie wir es auf dem Bildschirm erleben, was natürlich vollkommen unrealistisch ist.
Wir haben unrealistische Anforderungen an uns und unsere Umwelt, dabei sind wir einfach keine Maschinen.

Und was tuen wir mit den Kindern, die an ADHS „erkrankt“ sind? Wir pumpen sie einfach mit Medikamenten zu.
Es sind nicht die Medikamente, die uns helfen...


Wir werden also nun täglich vollkommen mit Reizen überflutet.
Was passiert mit unserer Fantasie?
Die „technische Einbildungskraft“ kann Lichteindrücke unmittelbar aufnehmen und vervielfältigen; die Dinge sind dann sofort sichtbar. Man nehme die Fußball WM die sofort für Millionen Zuschauer überall auf der Welt auf Bildschirmen sichtbar ist.
Der Mensch jedoch muss seine innere Vorstellung erst übersetzen, indem er schreibt, malt oder sich verbal ausdrückt.

Die Bildmaschinerie strahlt also eine ungeheure Überlegenheit aus!
Sie lacht uns praktisch aus und sagt uns “Was willst du? Mit mir kannst du nicht konkurrieren!“.

Der menschliche Geist wird dadurch gekränkt und eine der größten Errungenschaften des Menschen scheint ersetzt zu werden:
Die Selbstkorrektur der Halluzination; unser vernünftiges Realitätsbewusstsein.

Somit sind ist die Bildmaschinerie eine Gefahr für unseren Wirklichkeitssinn.
Filmbilder sind wie Halluzinationen, aber wir haben keine Chance, all dies zu haltbaren Erfahrungen in unserem Innerem zu festigen; es bleibt keine Zeit für die Verarbeitung.
Wir bekommen ein Bild und somit einen Impuls.
Bild → Impuls
Bild → Impuls
Bild → Impuls usw.
Es bleibt ebenfalls keine Zeit für die Nacharbeit der Impulse, weil sofort ein neuer dem vorherigen folgt.
Die Gefahr dabei ist, dass unsere Fähigkeit schrumpft, äußere Eindrucke innerlich zu verfestigen. Dadurch verändert sich der Mensch. Wir verlernen zwar nicht das Denken von heute auf morgen, aber eine generelle Unruhe macht sich schon merkbar.

Die Bildmaschinerie hat eine gedächtnisauflösende Kraft. Denn warum sollten wir uns Dinge merken, wenn es jemand anderes für uns tut? Wir haben Handy, PDAs und vor allem Wikipedia für Hausaufgaben, Iphones für die Klausuren.
Wir haben uns eine riesige Datenbank geschaffen, auf die wir zugreifen können. Das hat sowohl Vor- als auch Nachteile, aber vor allem verliert man unglaublich schnell die Orientierung.
Das Gefühl der Orientierungslosigkeit ist ebenfalls ein generelles Phänomen, das immer mehr bei den Menschen auftritt, was ein unglaubliches Unbehagen auslöst.

Wir unterliegen einer Reizüberforderung und die Wiederholung hat ihre ursprünglich menschliche Funktion eingebüßt. Wir arbeiten das Unerträgliche nicht mehr ab, obwohl wir es loswerden wollen.
Die Wiederholung ist notwendig, um Dinge zu verarbeiten! Wenn das Unerträgliche nicht abgearbeitet wird, bleibt es im „Erleben“, es bleibt aktuell und verschlimmert sich.
Ferner kommt noch die zunehmende Unfähigkeit zur Symbolisierung. Wir können nicht mehr erklären, worunter wir leiden; unsere Träume beginnen zu verschwimmen, was ebenfalls aus der Aufmerksamkeitszerstreuung resultiert!
Das Ergebnis sind Depressionen u.ä.. (Die Selbstmordrate in Deutschland ist drastisch gestiegen!) Ferner scheint die Depression zu unserer Volkskrankheit Nr. 1 zu werden.

An der Stelle will ich nochmal kurz die Lehrer aufgreifen; immer mehr Lehrer haben mentale Probleme, Burn Out ist auch keine Seltenheit. Weshalb dem so ist, sollte hier klar werden.

Dass die Wiederholung nicht notwendig sei, wird von unserer Gesellschaft vorgeschrieben. Das Nachsitzen in der Schule sei schlecht, falsch; es wird praktisch als Stigma angesehen, dabei ist das Nachsitzen und Nacharbeiten, das Sedimentieren vom Gelernten und ist somit notwendig! Die Gesellschaft sieht dies jedoch als verlorene Zeit an. 
Wir müssen wie Maschinen funktionieren. 
Schüler lernen nicht mehr nachhaltig, sondern nur für Klausuren. Die Schulzeit wird verkürzt; wo können da die Kinder noch wirklich Kind sein?
Was hat sich die Gesellschaft mit dem Internet und den Bildschirmen erschaffen? Es ist ein Segen und ein Fluch zugleich und viele müssen lernen, damit richtig umzugehen.

Aber vor allem müssen wir endlich verstehen, dass wir Menschen keine Maschinen sind.
Menschen sind nicht perfekt und wir sollten an uns auch keine Anforderungen der Perfektion haben. Denn wären wir alle wie perfekte Maschinen, wäre es hier nur noch ein kalter und entzauberter Ort, wo Emotionen keine Rolle mehr spielen würden. Aber macht das den Menschen nicht aus; seine Emotionalität?

Gothic Lolita, du fragtest, warum wir so kalt und gefühllos sind. Ich denke, dass ich dir hier einen Grund dafür genannt habe.

Ich bedanke mich bei allen, die es geschafft haben, von Anfang bis zum Ende diesen Text zu lesen, weil ich echt sehr viel Mühe und Herzblut in dieses Referat investiert habe. Ich bin der Ansicht, dass dieses Thema alle angeht und ich hoffe, dass es so manch einen vielleicht die Augen für manche Dinge öffnet.


Over and out.~


Gute Ernten und dennoch großer Hunger (Repost für Insane Gothic Lolita)

Das hier ist ein Repost zu einem Blogpost von Insane Gothic Lolita, den ihr hier finden könnt: KLICK.



Sehr interessantes Thema, zu dem du geschrieben hast.
Den Clip vom ZDF habe ich mir mal angeguckt und er war, wie ich es erwartet hatte.

Dass kein Mangel an Getreide herrscht, ist klar.
Du hast angeprangert, dass es nur um das Geld geht und die Gesellschaft des Nordens so gefühlskalt ist. (Ich hoffe, dass ich das richtig verstanden habe.)

Tatsache ist, dass in den Ländern mit niedrigen Einkommen 45% des Haushaltseinkommens für Nahrungsmittel ausgegeben wird, in armen Länder bis zu 80%! Man möge hierbei bedenken, dass in den reichen Ländern nur 12% dafür ausgegeben werden.
Das Problem sind nicht nur die Spekulationen und dass die großen Konzerne auf total viel Geld aus sind.
Ein großes Problem ist erstmal der multinationale Konzern Monsanto, der große Agrarunternehmen fördert und mit genetisch veränderten Organismen versorgt, sodass die Unternehmen für wenig Geld sehr viel Ertrag bekommen und das qualitativ auch noch hochwertig, ergo sie machen riesige Umsätze. (Mehr zu Monsato weiter unten *)

Diese industrielle Beackerung steht im Gegensatz zu jener der Kleinbauern, die hauptsächlich in den Entwicklungsländer zu finden sind. Aufgrund deren Bildungsstandes ist es noch so, dass der primäre Sektor dort am stärksten ausgeprägt ist und sie von der Landwirtscht abhängig sind.
Auf dem Weltmarkt versuchen also die Kleinbauern möglichst billig ihre Ware zu verkaufen, um sie überhaupt noch loszuwerden. (Versucht mal als Kleinbauer gegen eine Industrie anzukommen.)
Aus diesem Massenanbau folgt ferner natürlich noch die Umweltzerstörung, aufgrund des hohen Einsatzes von giftigen Düngemitteln. Dazu kommen noch die Erkrankungen und Todesfälle in den Entwicklungsländern wegen jenen, weil die meist nur Geld für billige Düngemittel haben, die hier schon längst verboten worden sind wegen des Giftgehalts.
Da die Entwicklungsländer ihre Erzeugnisse exportieren müssen, sind die natürlich auf Importe aus den Industrieländern angewiesen, was logischerweise kaum bezahlbar für sie ist.

Ich denke, dass der „Teufelskreis“ offensichtlich ist. Die Industrieländer beuten die ärmeren Länder aus. Auch wenn mal ein Großkonzern Outsourcing betreibt und die Menschen aus den Entwicklungsländern für uns arbeiten dürfen, müssen sie dies zu einem extrem niedrigen Lohn tun und hier wird die Ware zu Preisen verkauft, die in keinem Verhältnis zu alledem steht.

Ferner sind die Entwicklungsländer von den Nahrungsmittelbelieferungen aus den Industrieländern so abhängig, weil sie sich viel schlechter als die USA und die EU vor den heruntersubventionierten Importen schützen können. (Man bedenke den dortigen Bildungsstand – Wissen ist tatsächlich Macht.)

Notwendig wäre eine Regulierung des Handels, die auf Ernährungssouveränität basiert, das heißt auf dem Recht, den eigenen Binnenmarkt zu schützen, um ökonomisch, sozial und ökologisch nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten und genau das verhindert praktisch der Norden mit seinen „Ablass-Organisationen“! Wir glauben, dass wir den Ländern helfen, indem wir für sie spenden und Nahrungsmittel rüberschicken. Tatsächlich drängen wir sie somit eine Abhängigkeit!
Diese Länder müssen lernen, sich selbst zu helfen - dafür müssten wir spenden bzw. unsere Unterstützung bieten. Was die Länder brauchen, ist das notwendige Know-How.
Ein chinesisches Sprichwort besagt:

Gebe einem Hungernden einen Fisch und er wird einen Tag lang satt. Lehre einem Hungernden zu fischen und er wird nie mehr hungern.


Ferner sollte, meiner Meinung nach, der Norden seine Ernährungsgewohnheiten umändern bzgl. der Fleisch- und Milchprodukte, weil dafür Unmengen an Getreide benötigt werden. Hinzu kommt, dass Länder wie China unseren Lebensstil mittlerweile ebenfalls kopieren, wodurch die bestehenden Probleme nur verstärkt werden.
Wir brauchen nicht jeden Tag Fleisch; wir leben nicht mehr in den 50ern.



Dann hattest du angeprangert, dass unsere Gesellschaft so gefühlskalt sei und da komme ich wieder auf den Clip vom ZDF zu sprechen.
Wir bekommen immer nur kleine Einblicke. Wir sehen ein hungernden Kind, haben Mitleid, tuen kurz etwas, um unser Gewissen zu beruhigen und das war's. Wir werden nie wirklich emotional involviert, weil wir andere Dinge vor die Nase gesetzt bekommen, die uns viel mehr packen und fesseln.
Der Clip vom ZDF hat nicht gezeigt, wie wir Menschen selbst für all das Leid verantwortlich sind. Wir bekommen immer einen großen unnahbaren Sündenbock genannt, wodurch wir wieder eine gewisse Distanz zu alledem bekommen. Nie wird in den Medien der Mensch selbst und sein Verhalten angeprangert und ich denke, dass dort ein Problem liegt.
Es gibt noch viele andere Probleme, aber das werde ich in einem anderen Blogpost darlegen, der nach diesem hier erscheinen wird.


„P.S.: Wir sind längst im Paradies, haben die Hölle draus gemacht!“
Ich denke, weder noch. Ich glaube, dass es irgendein „Dazwischen“ ist, denn nicht alle Menschen laufen blind durch die Gegend und sehen die Probleme nicht. Es gibt Menschen da draußen, die für eine bessere und gerechtere Welt kämpfen und daran glauben und solange wir solche Menschen haben, die niemals ihre Hoffnung aufgeben und weiterkämpfen werden, ist diese Erde für mich noch keine Hölle. (:

Over and out.~


(*) Nachtrag zu Monsanto:
Was ich an diesem Konzern so hasse, ist, dass wegen ihnen manche Bauern nicht mehr ihre Ware verkaufen dürfen. Die genmanipulierten Pollen verbreiten sich natürlich über die Luft, wodurch ein Ökobauer z.B. plötzlich Monsantogetreide auf seinem Feld finden kann. Die Sache ist, dass Monsanto dann Anspruch auf dieses Getreide erhebt und der Ökobauer jenes nicht mehr als seine Ware verkaufen darf; so ist es schon in Amerika vorgekommen und da fragt man sich doch mal wieder, was diese Idiotie eigentlich soll.

I ♥ Indiegames

...aber das dürften die meisten ja schon wissen. Dementsprechend bin ich auch regelmäßig auf der Suche nach jenen und ich denke, dass ich in Zukunft vermehrt euch welche vorstellen werde.
Also zwei habe ich schon auf der Liste stehen; ich muss nur schaun, wann ich sie aufnehmen kann. 

Falls ihr ein paar schöne Indiegames kennt, dann schreibt mir das doch gerne.

Letztens fand ich zwei wunderschöne Zitate:

Tetris: I always thought the point of this game is to make beautify shaped bricks and … [Just like LEGO!], till a friend told me the real rules. What? Arranging those bricks just to see them destroyed? Well that’s depressing, and pretty unpleasant. I was quickly disappointed, so I never played it again.

Instead of thinking of a game as a something to be beaten, it should be thought of as an experience. Something that the player "lives" through rather than "plays" through.

Ich habe ein wenig das Gefühl, dass sich sowas eher die Entwickler von Indiegames zu Herzen nehmen. Klar gibt es auch andere und sehr bekannte Spiele, die auch darauf abziehen, erlebt anstatt gespielt zu werden. (Silent Hill 2 war auf jeden Fall solch ein Spiel für mich.) Letzten endes hängt es aber vom Spieler ab, wie er das Spiel betrachtet... und wie man ein Spiel erleben möchte, bleibt jedem letzten endes selbst überlassen. (:


Over and out.~

Good Day.

Kennt ihr das Gefühl, wenn sich mal der Tag zum Ende neigt und man einfach mit einem guten Gefühl sich einen schönen Abend macht?
Kennt ihr das, wenn ihr zwar wisst, dass es hier und da ein paar Kleinigkeiten gibt, die vielleicht besser sein könnte, aber ihr seid dennoch einfach nur zufrieden und glücklich?
Man blickt in den Himmel und das Blau wirkt so viel intensiver, das Zwitschern der Vögel wirkt so viel melodischer und das Wiegen der Bäume im Wind so viel lebendiger.
Und dann stört plötzlich auch kein kleines kreischendes Kind im Hintergrund, weil man einfach nur zufrieden ist; mit sich selbst, seiner eigenen Situation, einfach mit allem.

Wie ich auf all das nun komme? Ich weiß es nicht. Dabei bin ich heute viel zu früh, nämlich um 5Uhr, aufgestanden, war unterwegs, ein paar Dinge erledigen und war den Rest des Tages eigentlich nur müde. Dann bin ich durch das ganze Haus "gerannt" und habe wie eine Wahnsinnige nach Zahnrädern gesucht. Findet mal welche; so einfach ist das garnicht und einer Welt von Digitaluhren und Computern. ^.~ (Letzten endes habe ich dann relativ viele in einem kaputten Kassettenrekorder gefunden.)
Ich habe sogar zwei Dutzend Sicherheitsnadeln gefunden; würde man die neu kaufen, sind die so unglaublich teuer - ich versteh's nicht. Das sind nur Sicherheitsnadeln... oO
Mit den Zahnrädern möchte ich im Übrigen etwas basteln; mal schaun, wie das so wird. Die Ideen sind da, ich muss mich nur geschickt genug anstellen... *hust*

Es war wunderschön, wieder ein paar gute Bekannte zu treffen und dann merkt man, dass manche Dinge sich doch ändern können.

Ich höre schön die ganze Zeit schon das Lied Chiisana Shiawase aus dem Jigoku Shoujo Futakomori OST und ich fragte mich die ganze Zeit, woran es mich erinnert.
Es ist die Schulzeit. Man trifft so viele Menschen, lernt aus den Begegnungen, man verflucht die Lehrer, weil sie einen nerven, hasst das frühe Aufstehen, aber manch einer lernt all dies erst so richtig zu schätzen, wenn es nicht mehr da ist.
Generell lernt man erst meist für einen wichtige Dinge zu schätzen, wenn sie nicht mehr sind, aber wenn wir uns die Endlichkeit dessen mal vor Augen führen; wissen wir dann die Dinge, Erlebnisse, Personen etc. und die Zeit mit ihnen nicht viel mehr zu schätzen?
Können wir all die schönen Momente nicht viel besser genießen, wenn wir wissen, dass sie enden werden?
Es gibt viele, die es nicht können, weil sie nur die Endlichkeit sich vor Augen führen, haben Angst davor, aber geht es nicht um den Moment ansich?
Vielleicht geht es auch darum, zuerst den Frieden mit sich selbst zu machen?
Wann hat man diesen Frieden erreicht? Kann man ihn vollkommen erreichen?
Muss man ihn vollkommen erreichen?


Ich wünsche euch noch einen wunderschönen Abend, Morgen, Tag, was auch immer gerade bei euch der Fall sein mag. (:




Over and out.~

Review No.4:

Redrum Dead

Systemanforderungen:
  • OS: Windows XP/Vista
  • CPU: 800 Mhz
  • RAM: 256 MB
  • DirectX: 7.0
  • Hard Drive: 60 MB
Das Spiel bekommt ihr hier: Bigfishgames

Ich bin durch die Musikerin J'Lostein auf dieses Spiel aufmerksam geworden. Sie schien sehr begeistert davon gewesen zu sein und da sie auch ein totaler Fan von The Path ist, dachte ich mir, ich schau mir das Spiel mal an.

Es ist ein Puzzlegame und somit für manch einen vielleicht zu anspruchslos, was ich vollkommen nachvollziehen kann.
Es gibt sechs Kapitel, welche alle gleich aufgebaut sind. Es sind immer wieder die selben Puzzlespiele. Man bekommt Gegenstände genannt und muss sie finden. Man bekommt Ausschnitte eines großes Bildes und muss sie zuordnen können.
Zwar sind es immer wieder die selben Puzzle, aber irgendwie hat es Spaß gemacht, die Gegenstände zu suchen, weil die teilweise sehr genial versteckt worden sind.
Diejenigen, die nicht die besten Englischkenntnisse haben, werden bei den Parts, wo man nur den Namen des Gegenstandes weiß, Probleme haben, jene auch zu finden. (Von dem Spiel gibt es keine deutsche Version, soweit ich weiß!)
Am liebsten mochte ich das Spiel mit den Anagrammen, was ebenfalls etwas schwieriger sein könnte, wenn man der englischen Sprache nicht sonderlich mächtig ist.
Dann kann man in jedem Level nach Rosen suchen, die man als "Lösungshinweise" nutzen kann.
Soviel zur "Technik".

Nun zur Story und da will ich mich relativ kurz halten.
Die Protagonistin ist die kleine Rose (, die mich unweigerlich an Alice erinnerte), welche sich in psychologischer Behandlung bei einem gewissen Dr. Sigmund Fraud (Da waren die Entwickler sehr kreativ!) befindet.
Es geschehen pro Kapitel ein Mord, den wir mit Hilfe von Rose' Visionen und Träumen lösen können.
Der Spieler schlüpft praktisch in die Rolle eines Detektivs und bekommt gleichzeitig die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven zu sehen. Da das Spiel ansich nicht viel her gibt, geschieht das meiste im Kopf des Spielers. Man hat auf jeden Fall sehr viel zu lesen...

Wer Action und Abenteuer sucht, sucht bei diesem Spiel vergeblich. Wer jedoch gerne visuelle Rätsel mit morbiden Ambiente mag, könnte auch dieses Spiel mögen. Was mich auf jeden Fall überzeugt hat, war der Soundtrack und teilweise irgendwie die Atmosphäre; man muss sich nur darauf einlassen und eine Menge Fantasie gepaart mit großem Kopfkino mitbringen.

Was mir nicht gefiel, ist die Kürze des Spiels und der gleichbleibende Ablauf.
Auch das Ende hatte irgendwie einen seltsamen Nachgeschmack (; vielleicht ist das ein wenig untertrieben).

Im Endeffekt denke ich, dass das Spiel ganz nett sein kann, aber wirklich umhauen tut es wahrscheinlich nur die wenigsten.

Falls ich euch in einem Let's Show ein komplettes Kapitel mal vorstellen soll, kann ich mich gerne darum bemühen. (: