Good Day.

Kennt ihr das Gefühl, wenn sich mal der Tag zum Ende neigt und man einfach mit einem guten Gefühl sich einen schönen Abend macht?
Kennt ihr das, wenn ihr zwar wisst, dass es hier und da ein paar Kleinigkeiten gibt, die vielleicht besser sein könnte, aber ihr seid dennoch einfach nur zufrieden und glücklich?
Man blickt in den Himmel und das Blau wirkt so viel intensiver, das Zwitschern der Vögel wirkt so viel melodischer und das Wiegen der Bäume im Wind so viel lebendiger.
Und dann stört plötzlich auch kein kleines kreischendes Kind im Hintergrund, weil man einfach nur zufrieden ist; mit sich selbst, seiner eigenen Situation, einfach mit allem.

Wie ich auf all das nun komme? Ich weiß es nicht. Dabei bin ich heute viel zu früh, nämlich um 5Uhr, aufgestanden, war unterwegs, ein paar Dinge erledigen und war den Rest des Tages eigentlich nur müde. Dann bin ich durch das ganze Haus "gerannt" und habe wie eine Wahnsinnige nach Zahnrädern gesucht. Findet mal welche; so einfach ist das garnicht und einer Welt von Digitaluhren und Computern. ^.~ (Letzten endes habe ich dann relativ viele in einem kaputten Kassettenrekorder gefunden.)
Ich habe sogar zwei Dutzend Sicherheitsnadeln gefunden; würde man die neu kaufen, sind die so unglaublich teuer - ich versteh's nicht. Das sind nur Sicherheitsnadeln... oO
Mit den Zahnrädern möchte ich im Übrigen etwas basteln; mal schaun, wie das so wird. Die Ideen sind da, ich muss mich nur geschickt genug anstellen... *hust*

Es war wunderschön, wieder ein paar gute Bekannte zu treffen und dann merkt man, dass manche Dinge sich doch ändern können.

Ich höre schön die ganze Zeit schon das Lied Chiisana Shiawase aus dem Jigoku Shoujo Futakomori OST und ich fragte mich die ganze Zeit, woran es mich erinnert.
Es ist die Schulzeit. Man trifft so viele Menschen, lernt aus den Begegnungen, man verflucht die Lehrer, weil sie einen nerven, hasst das frühe Aufstehen, aber manch einer lernt all dies erst so richtig zu schätzen, wenn es nicht mehr da ist.
Generell lernt man erst meist für einen wichtige Dinge zu schätzen, wenn sie nicht mehr sind, aber wenn wir uns die Endlichkeit dessen mal vor Augen führen; wissen wir dann die Dinge, Erlebnisse, Personen etc. und die Zeit mit ihnen nicht viel mehr zu schätzen?
Können wir all die schönen Momente nicht viel besser genießen, wenn wir wissen, dass sie enden werden?
Es gibt viele, die es nicht können, weil sie nur die Endlichkeit sich vor Augen führen, haben Angst davor, aber geht es nicht um den Moment ansich?
Vielleicht geht es auch darum, zuerst den Frieden mit sich selbst zu machen?
Wann hat man diesen Frieden erreicht? Kann man ihn vollkommen erreichen?
Muss man ihn vollkommen erreichen?


Ich wünsche euch noch einen wunderschönen Abend, Morgen, Tag, was auch immer gerade bei euch der Fall sein mag. (:




Over and out.~

Kommentare:

  1. Jesus. Also, wenn ich ńicht selber ab und zu mal solche Phasen gehabt hätte würde ich mir echt Sorgen um dich machen *ganzbesorgtsei*.
    Wie kam es zu zu dieser melancholischen Stimmung?

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  2. Ähm, wieso melancholisch? oO Wenn, dann eher nostalgisch, aber nicht melancholisch. ^^

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  3. Ja ich kenne solche Tage. Man hat fast das Gefühl das die Zeit stehengeblieben ist und man selbst mit ihr, als wenn all der Lärm dieser Welt nichts wäre, er erreicht einen an solchen Tagen nicht.

    Und ja, natürlich weiß man erst dann wenn man etwas nicht mehr hat wirklich zu schätzen was man hatte, fast immer. Weil man sich wohl an die entsprechende Sache so sehr gewöhnt hat das sie von einem selbst aus normal und somit so gut wie nichtig angesehen wird. Schade eigentlich das es uns mit so vielem so ergeht, aber das ist wohl der Preis dafür das wir heutzutage so viele Möglichkeiten haben oder zu haben scheinen. Was die Schulzeit anbelangt habe ich sie glaube ich immer zu schätzen gewusst, bin meist gern hingegangen..da war ich anders als viele andere.^^

    Zu den Fragen:

    Ja ich glaube wir wissen die Dinge nur durch ihre Endlichkeit wirklich zu schätzen, denn irgendwann wird selbst das größte, wunderbarste "Ding" zur Normalität wenn es endlos wäre.

    Und ja es geht um den Moment, es immer um den Moment. Und es geht darum am Ende des Tages darüber nachzudenken was wir in den Momenten erlebt haben, sie zu reflektieren, denn nur dann kann man das Gefühl verinnerlichen uns konservieren, hat etwas für die Zukunft davon.

    Der Frieden mit sich selbst..gute Frage, ich weiß es nicht, nicht wirklich. Aber sicherlich ist es erstrebenswert, wenn es überhaupt geht.
    Nein ich denke das ist wohl auch wieder so eine "Momentsache" oder von mir aus auch Wochen oder gar Monate, aber endgültigen Frieden kann man wenn überhaupt nur kurz vor dem Tod erlangen, eben weil man danach bewusstlos wird..für immer.
    Ein muss ist es nicht, zumal ich glaube das kaum jemand komplett beseelt stirbt, aber doch zufrieden.

    Da fällt mir ein Zitat aus einer Scrubsfolge ein, das ging in etwa so:

    "Und vielleicht kann man am Ende nur hoffen das der letzte Gedanke positiv ist"

    Scrubs hat häufig so wundervolle nachdenkliche Passagen, ich liebe es. :>





    Ich liebe solche gedankenschwangeren Blogeinträge, bitte nur mehr davon.

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