100. Blogpost - Yeah! :D

Ich habe eben seit langer Zeit mal wieder folgendes Lied gehört:




Und ich glaube mich erinnern zu können, dass ich mal einen Blogpost über das Aussehen der Menschen las und dann dachte ich mir, dass ich jetzt einfach mal anfange, zu schreiben.
Das Lied von Otep finde ich einfach nur genial und es sollten sich, meiner Meinung nach, so viele zu Herzen nehmen. Egal wo man hingeht, man hat meist das Gefühl, dass das Aussehen so unglaublich wichtig sei, aber warum? Kann ich nur einen Menschen lieben, der "gut" aussieht? Kann ich nur mit jemanden zusammenarbeiten, wenn ich die Person attraktiv finde?
Warum laufen heutzutage die Frauen dauernd zum Chirurgen und die Herren ins Fitnessstudio?

Ich muss da an meinen Text über das Internet zurückdenken, an die Bildschirme, die nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken sind und von denen wir unsere Imperative erhalten.
Wer von euch kennt noch das Geschäft Toys'r'us?
Ich habe es als kleines Kind geliebt und wenn ich heute durch solch einen Laden gehe, sehe ich meist unrealistisch dargestellte, vollkommen makellose Modepüppchen. Und die Comics von heute sind nicht unbedingt viel anders. Und die Barbie hatte eh schon immer ein utopisches Aussehen, welches sich aber wohl noch mehr ins Extreme gewandelt hat.

Was sind unsere heutigen Ikonen, die wir uns tagtäglich vor Augen führen? Und tut uns das wirklich gut?
Hätten wir nicht so viele "Probleme" weniger, hätte das Aussehen nicht solch einen Stellenwert, wie es jenen hat?

Ich glaube, ich frage ein wenig zuviel. ^^' Ich für meinen Teil denke, dass das Aussehen vollkommen überbewertet ist und irgendwie finde ich den ganzen Schönheitswahn leicht gruselig. Stellt euch mal vor, es würden nur noch perfektaussehende Menschen durch die Straßen laufen; wie aus einem Katalog und vollkommen lobotomiert. Vor allem würde uns dadurch abermals eine Menge Menschlichkeit verloren gehen, denn macht unser natürliches Aussehen uns nicht aus?
All diese äußerlichen Unterschiede führen doch zurück auf eine Gemeinsamkeit von uns allen; unsere Einzigartigkeit, was das Leben doch so unglaublich spannend und interessant macht!

Und das ist das wundervolle an diesem Song; wir sind alle auf irgendeine Art "fehlerhaft", nicht perfekt. Wie sollten wir auch nicht? Wir sind keine Maschinen!
Und es ist egal, wie groß, klein, breit, schmal, whatever ist. Wir sind, wie wir sind und wir alle sind auf unsere eigene Art wundervoll.

Es macht mich traurig zu sehen, wieviele junge Mädchen schon meinen, sich schminken zu müssen oder wie die Jungs glauben, dass sie unbedingt ein Sixpack im Alter von 13/14 Jahren bräuchten. Man sollte seine Kindheit für sowas nicht aus dem Fenster werfen. Und die Gesellschaft muss endlich aufhören, vollkommen utopische Normen zu setzen! Oder zumindest viel mehr... "Toleranz" zeigen.

Und vor allem sollte man von sich überzeugt sein. Wenn man sich wirklich so liebt, wie man ist und sich von nichts einschüchtern lässt, strahlt man soviel Positives aus und dann reagiert das Umfeld auch ganz anders.
Klar, es wird immer Idioten da draußen geben, die einen runtermachen wollen, aber nur, um selbst negatives in sich zu kompensieren.
Jemand, dem es wirklich gut geht und mit sich selbst im Reinen ist, hat keinen Grund, andere ernsthaftig nieder zu machen. Es gibt schon soviele schlimme Dinge auf dieser Welt, sodass wir uns nicht wegen solchen Peanuts verletzen müssen.

Ich glaube, was letzten endes ausschlaggebend ist, ist einfach die Ausstrahlung eurer Selbst und da könnte niemals ein Chirurg nachhelfen.
Er kann dafür sorgen, dass ihr anders ausseht, aber ein Teil von euch wird doch immer wissen, dass ihr dann nicht mehr das seid, was ihr nach einer OP im Spiegel seht. 
Viele halten es für einen dämlichen Spruch, aber ich habe nachwievor die Überzeugung, dass ich nichts von einer zwischenmenschlichen Beziehung habe, wenn der Partner gut aussieht, aber der Charakter/die Persönlichkeit nicht stimmt.
Ja, wenn man jemanden trifft, sieht man natürlich zuerst das Äußere, aber - nochmal - wie es wirkt, hängt ganz allein von der Ausstrahlung ab.

Der französische Schriftsteller Jean Giono sagte: »Wir haben verlernt, die Augen auf etwas ruhen zu lassen, deshalb erkennen wir so wenig.«
Wir haben uns an die kurzen Impulse gewöhnt, die uns gegeben werden und im ersten Moment alles stimmen; wo wir damit nun stehen, ist klar...
..
Würden wir uns alle gegenseitig nur genauer betrachten und uns auch viel besser zuhören, wir würden gewiss noch soviel mehr entdecken und uns besser verstehen.
Also, lasst euch keine komischen Sachen von Menschen einreden, die nicht über den Tellerrand gucken wollen!


You're perfectly flawed, you're perfectly incomplete. Let them condemn; imperfection makes you unique! 



Over and out.~

Und entschuldigt, dass der Text ein wenig chaotisch ist. Das war grad vollkommen spontan. x'D

Kommentare:

  1. Wahre Worte.
    Ich finde Schönheitschirurgie nur in 2 Fällen sinnvoll.
    1. Wenn man durch eine Krankheit, Unfall usw entstellt ist.
    2. Wenn man wegen irgendetwas an seinem Aussehen tief in einem Depressionssumpf versinkt.

    Ist doch völlig Wurscht ob man eine schiefe Nase, ne kleine Oberweite oder Falten hat. Man gefällt sowieso nicht jedem. Das wird auch nach der Operation so bleiben. Also wozu sinnlos Geld rausfeuern? Und mal ehrlich, wer will bitte schon jedem gefallen? oO Die Vorstellung ich würde einkaufen gehen und jede würde sich nach mir umdrehen, gefällt mir persönlich überhaupt nicht. Aber es soll ja auch Leute geben die ihr Selbstwertgefühl aus den Reaktionen der Mitmenschen beziehen, was ich persönlich ziemlich schade finde.
    Mittlerweile ist es ja so weit, dass Fotos nur dann angesehen werden wenn das Model perfekt ist. Da wird dann fotografiert und danach 2 Stunden am PC gesessen um das Model "massentauglich" zu machen. Hier ein Fältchen weg, da mal die gesamte Gesichtsfarbe in ein einheitliches Puppengesicht verwandelt oder Muttermale oder Pigmentflecken entfernt.
    Ich persönlich versteh zwar nicht was daran so schlimm sein soll, aber gut. Ja man stelle sich vor, jeder Mensch hat Pigmentflecken oder kriegt Falten durch's altern. Die Natur ist schon echt grausam. Wie kann sie uns arme Menschen nur so entstellen...

    Das Wichtigste ist, dass man sich selbst gefällt. Oder aber für viele Angestellte, dass der Chef es absegnet.
    Grade gestern hab ich erst von einem Typen gelesen: "Lange Haare? Erlaubt der Chef nicht."
    Da frag ich mich warum. Weil Oma Erna dann in dem Geschäft nicht mehr einkauft? Heißt also im Klartext, dass man für die Kundschaft etwas darstellen muss was man eigentlich nicht ist.
    Find ich schade.
    Meinetwegen kann mir ein Banker mit tätowiertem Hals und Nasenring mein Geld aushändigen, ein Maler mit gespaltener Zunge mein Haus streichen oder ein Postbote mit weißen Kontaktlinsen meine Post bringen. Interessiert mich nicht die Bohne. Wenn sie irgendwo arbeiten, werden sie ihren Beruf schon gelernt haben und wissen was sie tun. Mehr ist nicht relevant und wenn sie damit glücklich sind, nur zu.

    Gruß

    Voice

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  2. wow, mal wieder ein Text in dem sehr viel Wahrheit liegt :)

    Eigentlich komisch das ich in einem komplet anderen zusammenhang einen Satz gesagt, oder viel eher gezeigt bekommen habe, den jemand mal über mich geschrieben hat:

    "Er ist, man möchte sagen perfekt. Und das nur weil er alles andere als perfekt ist. Er ist unperfekt."

    Wenn man das mal so liest, dann sollte die menschliche Spezies (das klingt so überheblich :D ) mal überlegen, was das Ziel ist:

    A) sich und seine Fehler/Unschönheiten zu aktzeptieren und mit sich selbst im reinen zu sein und das auch so auszustrahlen

    oder B) sich selbst in gewisser weiße fertig zu machen weil man dauernd unter dem druck steht: "ich muss perfekt sein". es soll leute geben die schaffen das mehr oder weniger... Oder schaffens wenigstens den Schein aufrecht zu halten.


    Jeder muss seinen Weg finden, oder sollte es zumindestens.

    Klar, der erste eindruck ist wichtig, aber da kann jemand noch so hübsch sein, ich empfinde ihn/sie nicht als hübsch, wenn die Austrahlung nicht stimmt... Leider gibt es viel zu wenige Menschen die erst ein erstes Urteil über jemanden fällen nachdem sie zumindesten 4-5 sätze gesprochen haben...

    Eines der Probleme unserer GEsselschaft ;)

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  3. Wie Wahr, wie wahr...

    Unsere Gesellschaft ist ziemlich oberflächlich geworden. Viel zu oft wird auf dein Äußeres geachtet. (Naja, ich denke, die Menschen waren schon immer bis zu einem gewissen Grad oberflächich, aber es ist alles viel extremer geworden.)
    Wie kann man Selbstbewusstsein entwickeln, wenn immer wieder irgendwelchen Leuten begegnet, dir direkt ins Gesicht sagen, wie be...scheiden du aussiehst, nur weil du ihre sogenannten, ach so "heiligen" "Kriterien" nicht erfüllst? Ist mir persönlich schon des Öfteren passiert.

    Um sich von solchen Situation nicht runterziehen zu lassen, muss man versuchen, darüber zu stehen. Man sollte nicht sein Selbstwertgefühl auf der Meinung anderer aufbauen, das führt nur zur Abhängigkeit, Frustration und Zwängen.

    Leider ist es so, dass eine Menge Kinder und Jugendliche diesen Druck nicht standhalten können. Besonders in der Pubertät, wo man durch so einige "Identitätskrisen" geht, ist es nicht leicht, sich nicht (indirekt oder direkt) beinflussen zu lassen.

    Ich selber bin der Ansicht, dass gerade dieses unperfekte Menschen liebenswert macht. Es zeigt Charakter. Untadellosigkeit erzählt dir Geschichten über die Person, es ist ein Teil eines Menschen, der nicht ausgelöscht werden sollte.

    Niemand ist perfekt. Egal was du an dir verändern würdest, es wird immer jemanden geben, der dich nicht vollkommen findet. Geschmäcker sind nicht so universell (bis zu einem bestimmten Punkt sind sie "verallgemeinert", aber Menschen sind individuell, wir denken und fühlen nicht alle gleich). Sie werden es nie sein. Alles andere wäre Manipulation.

    Um zum Thema Manipulation zu kommen...tja, das ist exakt das, was sie Medien tun. Wie du schon sagtest, wie werden nahezu von jeglichen Impulsen überhäuft. Wir werden tagtäglich mit Zeitschriften, Filmen, Büchern, Serien usw. zugeschüttet, in denen die Personen äußerlich nahezu unnahbar tadellos sind. Unsere Gesellschaft gewöhnt sich immer mehr an das künstliche, "perfekte" und unerreichbare. Überall wird retouchiert und nachbearbeitet und es ist ganz gleich, wie gut die Person in Natur aussieht, sie ist niemals "perfekt" genug. Ich frage mich, was soll das?

    Es wäre mal ein netter Anfang, wenn wenigstens einige Magazine aufhören würden, alles und jeden krankhaft "korrigieren" zu müssen.

    Es wäre schön, wenn wir endlich anfangen würden, uns so zu akzeptieren wie wir sind. "Imperfektion" ist was Wunderbares und ich möchte es nicht missen, denn "Fehlerhaftigkeit" ist das, was jeden von uns einzigartig und so besonders macht.

    SoulfulMelancholia

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  4. Ich finde diesen Blogeintrag absolut super. Ich stimme dir auch zu dem was du hier geschrieben hast :)
    Ich finde es z.b. auch nicht okay das die Mädchen mit 12 oder 13 anfangen sich zu schminken. Aber auch kenne ich Mädchen die das machen weil ihr Selbstbewusstsein dadurch steigt :)

    In diesen "text" hier finde ich steck Wahrheit drin.

    lg,
    Ishanah

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  5. Ich möchte hierzu auch was sagen. Ich lese schon eine ganze Weile diesen Blog hier und Sakura, ich danke dir (aber auch euch hier, die mitlesen) für die Gedanken und Denkanstöße.

    Ich wünschte mir so sehr, dass es mehr Menschen gäbe, die in grade dieser Hinsicht ebenso denken würden wie ihr (und letztlich auch ich selbst, denn alles, was hier gesagt wurde erntet meine volle Zustimmung).

    Ich erinner mich, als mein Uropa starb, da war ich 7 und war bei ihm zusammen mit meiner Omi. Er schnitt mir, wie immer, ein paar scheiben Lyoner herab, als er vom Stuhl fiel, direkt vor meine Füße.
    Er sagte "Sei nicht traurig, wir sehen uns irgendwann wieder. Ich bin fast schon froh, dass ich sterbe. Diese Welt verdreht sich immer mehr und ich bin froh, dass ich das Resultat daraus nicht mehr miterleben muss."

    Und irgendwie hatte er Recht. Es scheint, als würde der Zug entgleisen und man könne nichts dagegen unternehmen...Wobei sich die Frage stellt, ob er nicht bereits entgleist ist und nur noch dahinschlittert...

    Ich persönlich aber finde das sehr schade und ich wüde mir wünschen, dass es mehr Leute gäbe, die so denken, wie die, die hier offenbar zu Gange sind.

    Ich fühle mich sehr oft verloren, missverstanden, unwirklich, unbedeutend, durchsichtig und auch ängstlich in dieser Welt, in der Jugendliche alte Menschen treten und töten, in der Kinder als Mordwaffen benutzt, Lehrer erstochen werden...
    Alles sofort und gleich, keine Zeit mehr, weder für sich, noch für andere und wenn du sie dir nehmen willst, musst du am Existenzminimum leben in der Welt, in der die Medien den Menschen einreden wollen, was sie zu denken haben...

    Das Letzte alleine wäre so allerdings nicht traurig oder schlimm. Traurig ist vielmehr, dass es offenbar genügend Menschen gibt, die sich damit zufrieden geben- ob sie es merken?...

    Ich hoffe, dass sie das bald tun...

    Grüße

    K.

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  6. I´m übrigen wollte ich noch sagen, dass ich das Lied hier einfach wundervoll finde. Ich kannte, bis ich auf diesen Post stieß weder das Lied noch Otep selbst, aber dieses Lied sollte jeder mindestens einmal gehört haben. Ich bin mir sicher, dass es dein Meisten indeed nicht schaden würde.

    Grüße

    K.

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