Smile (Pt.2)

Wir schreiben den 07. Dezember und es ist 12:31 und ich habe keinerlei Motivation, meinen Essay über den Text von Kant zu schreiben, also führe ich meinen Blogpost vom letzten Mal fort.

Ich hatte mich ja gefragt, ob es nicht besser wäre, radikal ehrlich zu sein und somit nicht die Menschen anzulächeln, wie man gar nicht anlächeln will.

Notiz nebenbei: Ich sitze im 10. Stock und die komplette Stadt ist in Silent Hill – Nebel gehüllt. *-*

Wenn wir uns alle nur aus Höflichkeit anlächeln wollen, wird doch erst mal unser unser Menschenbild sowie unser Selbstbild verzerrt dargestellt. Wenn ich nicht in der Lage bin, zu erkennen, was ein echtes Lächeln ist, und welches nicht, und somit von der Grundintention eines Lächelns ausgehe (Nämlich das damit Sympathie signalisiert werden soll.), fühle ich mich gemochter, als ich eigentlich bin, obwohl ich es eigentlich nicht bin.
Ich denke, jeder kennt es aus der Schule; Person A ist total freundlich und nett zu Person B, aber Person A kann Person B an sich überhaupt nicht ab, was Person A aber nur hinter deren Rücken verbreitet. Da würde jeder sagen, dass doch solch ein Verhalten vollkommen falsch und dreist sei, oder?
Zumindest sehen wir Lügen doch als falsch an in unserer Gesellschaft und ein Lächeln, welches nicht ernst gemeint war, stimmt doch qualitativ mit einer Lüge überein, denn der Grundsatz dessen ist doch die Wahrheitsverdrehung.

Man muss die Tatsachen kennen, um sie verdrehen zu können.

Wenn man nun diese falsche Freundlichkeit auf ein Lächeln aus Höflichkeit überträgt, käme das nicht ebenfalls einer Lüge gleich? Denn grundsätzlich werden Tatsachen falsch dargestellt. Wenn ich aus Höflichkeit lächele, tue ich dies, weil ich es als richtig erachte, zu lächeln und nicht, weil mein Gefühl es sagt.
Aber wie ich schon schrieb, soll ein Lächeln Sympathie signalisieren und Sympathie ist ein Gefühl, welches man nicht mit Rationalität erzeugen kann.

Und da wir alle Lügen meist als etwas falsches betrachten, kann es doch nicht richtig sein, jemand trotz Antipathie anzulächeln.
Natürlich muss man hierbei die Situationen abwägen; z.B. stellt sich da die Frage, wie man Notlügen zu bewerten hat. Oder wäre es besser, jemanden anzulügen, der mit der Wahrheit nicht umgehen kann?
Klar, die Wahrheit kann wehtun; sehr sogar. Und da sind wir wohl an einem Punkt angelangt, wo jeder für sich selbst entscheiden muss, womit er/sie leben will.

Bezogen auf mich selbst:
Will ich meine Augen vor den Tatsachen verschließen, und mir alles schön reden, mit der Möglichkeit irgendwann zu erwachen und ganz böse auf die Nase zu fallen?
Oder will ich Wahrheiten so hinnehmen wie sie sind, lernen, damit umzugehen und das Positive aus daraus zu entnehmen?

Bezogen auf meine Umwelt:
Wie will ich mich den anderen gegenüber verhalten? Wie du mir, so ich dir? Ich denke, dass das an sich kein schlechter Ansatz ist. Denn wie könnte man nur im geringsten erwarten, man bekomme Sympathie entgegengebracht, wenn man seiner Umwelt nur Antipathie entgegenbringt? Nun, gut. Natürlich kann man das erwarten, aber ich denke, dass aus unserem gesellschaftlichen Verständnis heraus resultieren muss, dass jemand zurück gepiesackt wird, wenn er andere piesackt.
Wenn ich also andere belüge, kann ich selbst damit leben, belogen zu werden?

(Wird bei Zeiten fortgesetzt...Notizen für den nächsten Part sind schon notiert.)


Dann werde ich mal mit meinen Hausaufgaben anfangen... auch wenn ich immer noch keine Lust darauf habe, aber das ist halt solch ein Necessary Evil. oO 
An sich finde ich Immanuel Kant total interessant, aber er schreibt so dermaßen eklig... >.< Ein Satz, in einem Satz, in einem Satz, in einem Satz...
Aber ich glaube, sowas kann ich auch sehr gut... ^^' Was natürlich eher suboptimal ist.

Nun denn...einen schönen Tag euch noch. (:

Over and out.~ 

1 Kommentar:

  1. Nun ja, liebe (oder doch nicht so liebe[?];-)) LaNoireSakura!

    Dieses "Wie du mir, so ich dir" oder auch "Auge um Auge, Zahn um Zahn"(AT)würde doch zu einem immerwährenden Kreislauf führen, der wahrscheinlich nicht so einfach durchbrochen werden könnte, nicht wahr? Dieses Denken wäre demnach nicht gerade förderlich; doch, wie Sie bemerkten, es scheint aus unserem "gesellschaftlichen Verständnis" zu resultieren, dieser "Rache-ist-süß"-Gedanke. Oder vielleicht besser, unserem Unvermögen, auf vernünftiger Grundlage miteinander zu kommunizieren? Wir sind eben alle nur "allzu menschlich", und Nichtbeachtung desjenigen, der uns "verletzt" hat, ist nicht immer einfach...

    Es ist natürlich richtig, daß Gleiches immer auf Gleiches stößt. Das "Gesetz der Resonanz", glaube ich.

    Vielleicht könnte man "Wahrheit" hier mit "Ehrlichkeit" ersetzen? – Wobei Ehrlichkeit nicht unbedingt auch mit (einer) Wahrheit identisch sein m u ß. Die "Unwahrheit" bzw. "Unehrlichkeit" dient m. E. oftmals einfach nur dem Ziel, eine oder mehrere bestimmte Person(en)nicht zu verletzen. Sagt man z.B. jemandem, daß sein/ihr Gang dem einer Ente oder Gans, seine/ihre Lache der eines Esels nicht unähnlich sind, und man dieses noch nie habe ausstehen können,ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, diesen Jemand seelisch ungemein zu verletzen. Auch wenn wir ihn/sie mögen. Also "verkneift" man sich gerade aus diesem Grunde manche "Wahrheiten".(Wobei "Wahrheiten" es an sich haben, subjektiv zu sein.)– Und werden wir durch unser Verschweigen, unserer "Unehrlichkeit" unglücklicher?

    Hoffe, ich habe einigermaßen klar gedacht; was nicht immer der Fall ist... :-D

    Viel Erfolg wünsche ich Ihnen bei der Verfassung Ihres Essays und für den morgigen Tag!

    Quasimodo2602

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