Wenn man es wirklich kennt, zelebriert man es nicht.

Die Leute, die mir auf Twitter folgen, dürften es schon mitbekommen haben - vor ein paar Tagen verlinkte ich ein Video von einer gewissen Anna Blue, die von ihren Herzschmerz sang und sich so furchtbar alleine fühlt, weil sie wohl nicht bei ihrem Geliebten sein kann. Ihr Geliebter ist wiederum Damien Dawn, der eigentlich genau so aussieht wie Edward aus der Biss-Reihe, nur dass Damien nicht glitzerte.
Wie dem auch sei, alles schön und gut, wenn einem solche Musik gefällt. Was mir allerdings missfiel, waren die ganzen Kommentare unter dem Anna Blue-Video, wo Jugendliche über ihr schreckliches Leben klagten und meinten, wie depressiv sie seien und das in einer Schreibweise ausdrückten, die ich irgendwie kein bisschen ernst nehmen kann.
Als ich vor ein paar Wochen mit einem Freund in Hamburg unterwegs war an einem Samstag, der warum auch immer hier als Emo-Tag angepriesen wird, befanden wir uns vor der Wandelhalle, neben solch einer Szene-Gruppe. Der erste bizarre Moment war jener, als man meinen Freund und mich fragte, ob wir Rasierklingen haben wollten. Wir sahen kein bisschen nach Szene-Emos aus, sondern saßen lediglich dort in der Nähe - also ernsthaft Leute, was ist hier los?!
Der zweite bizarre Moment war, als diverse junge Mädchen sich zur großen Gruppe gesellten, wovon eine stolz ihren aufgeschnittenen Arm zeigte. Erst letztens bekam ich mit, dass teilweise wohl SVV zum Szene-Leben dazugehört, um dort anerkannt zu werden.
Wenn dann noch große Youtuber angeben, sie waren zwei Monate depressiv, weil ihre Beziehung in die Brüche ging, kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

Zuerst: Was ist mit der heutigen Jugend los, dass sie das SVV auf solch eine Art zelebrieren?! Es bezieht sich ja nicht nur auf die Emo-Szene, sondern auch teilweise auf die Gothic-Szene. Ich will und werde nicht alle in die selbe Schublade stecken, weil gewiss nicht alle Mitglieder dieser Szenen solch ein Gedankengut verbreiten; dies richtet sich lediglich gegen diejenigen, die es auch tun. Wenn ich sowas sehe, wundert es mich kaum noch, wenn dann solch überzogenen Berichte über Emos im Internet und Fernsehen zu finden sind. Was mich aber noch weniger wundert ist, wenn man Menschen, die wirklich Probleme mit SVV und Depressionen haben, gar nicht mehr ernst genommen werden, wenn man primär zu sehen bekommt, wie junge Menschen solche zelebrieren, sie zum Trend werden. Denn die Menschen, die wirklich Probleme haben, tragen das nicht in solch einer Art und Weise nach außen, sondern versuchen es zu verstecken - und es wird evtl. sogar gravierender, wenn die Gesellschaft ein vollkommen verqueres Bild von SVV und Depressionen im Kopf haben. Solche Dinge werden nicht zelebriert - sie zerfressen einen.





Quelle: Tumblr



Die Jugend muss aufhören, sowas als Trend anzusehen. Ich kann es nicht ernst nehmen, wenn Menschen sagen, sie seien depressiv, weil eine Beziehung in die Brüche ging - denn eine Depression hält für gewöhnlich keine zwei Monate an; sie beginnt langsam und schleichend und zieht dich nach und nach immer mehr runter, und hat oftmals mehr Gründe als eine kaputte Beziehung. Dass es einem nach einer zerbrochenen Beziehung nicht gut geht, ist natürlich klar - aber angeben, man sei depressiv?!
Jenes ist so ein starkes Wort und ich glaube, dass viele Menschen, die es für sich benutzen nicht ansatzweise wissen, was dies genau bedeutet.
Ich weiß, dass jeder seine eigenen psychischen Grenzen hat, das eine mag für jemanden weniger schlimm sein als für wen anderes, aber ich halte es für falsch sich auf die selbe Stufe mit den Leuten zu stellen, die beispielsweise auch wirklich als depressiv diagnostiziert wurden.

Ich kann und werde diesen Trend nie verstehen, der besagt, es sei toll, psychisch krank zu sein. Selbst wenn das Resultat Aufmerksamkeit sein sollte, werden damit so viele Menschen da draußen nur verhöhnt und lächerlich gemacht und das darf einfach nicht der Preis dafür sein.
Das wollte ich jetzt mal los werden. Vielen Dank für's Lesen und vielleicht kommt euch die ein oder andere Situation bekannt vor? Falls ja, hinterlasst mir gerne einen Kommentar.

Over and out.~

Kommentare:

  1. So,also ersteinmal.
    Es gehört wohl wirklich dazu,sich zu ritzen,wenn man ein Emo ist.Was ich gar nicht verstehe,denn ich war auch knappe 2 Jahre in dieser Szene und trug eben nur die Klamotten und hörte die Musikrichtung.Gehört man wirklich erst dazu,wenn man sich ritzt?Es ist wohl eher sowas wie "Oh,du ritzt dich auch,lass uns Freunde sein!" und so wird man immer beliebter.Oder mehr anerkannt.Wurde auch sehr oft in dieser Szene gefragt,ob ich mich denn ritze und auch andersrum,wenn Leute Kratzer auf meinem Arm,wenn auch von meiner Katze,entdeckten und dachten,ich wäre ein Emo.
    Ich kenne viele Leute,die wirklich damit /angeben/,dass sie sich ritzen/geritzt haben.Sie erzählen es mir,obwohl es mich gar nicht interessiert oder ich nicht nachgefragt habe.Sie streben nach Aufmerksamkeit,welche sie ja dann auch bekommen.Doch es nervt mich /auch/.
    Depressionen vorgeben,obwohl es Menschen gibt,die wirklich darunter leiden,ist einfach... Ja,es ist schon fast ein Verbrechen.Man gibt ja auch nicht vor,Krebs zu haben,auch wenn das vielleicht ein komischer Vergleich ist.
    "Ritzen ist cool." sagt wohl niemand,aber hinter einem "Hey,ich muss dir was sagen.Ich ritze mich." ..könnte man es manchmal hören.Könnte.
    Ich bin mir nicht ganz sicher,ab wann sowas zu Ernst wird.
    Ich verstehe auch nicht.Es ist ja wirklich "cool",durchgeknallt zu sein.So krieg ich oft gesagt "Ich steh auf Blut,Gruselfilme etc." oder sie erzählen mir,wie sie mich foltern würden,wenn sie es könnten.Nur,um psychisch krank zu wirken.Wir müssen nur auf Spiele wie Alice:Madness Returns oder Filme wie Saw oder so schauen,um zu sehen,wie beliebt es ist.Auch einzelne Charaktere aus Anime sind Psychopathen und deswegen beliebt und Leute wollen wie sie sein (L aus Death Note,Izaya aus Durarara!!).
    So,wollte das hier mal hinschreiben.Hoffe,es intressiert auch jemanden x3

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  2. ich kenne leute, die wirklich psychische probleme haben... und glaub mir die sind nicht stolz darauf mit narben herumzulaufen...
    jedoch sind manche auch schon daran gewöhnt mit narben herzumzu laufen und verstecken sich nicht mehr... ich finde es gut wenn man stark sein kann auch wenn man probleme hat <3

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  3. Das geht mir genauso. Ich kenne, leider, einige Personen die ihren vernarbten Arm ihren Freunden zeigen, als wenn es 'cool' wäre. Kein Wunder, dass Depressionen und SVV dermaßen runtergespielt werden, als wenn es jeder hätte. Und wie Du bereits gesagt hast, man wird langsam depressiv, Stück für Stück und das kann man überhaupt nicht mit diesen 'Depri-Phasen' vergleichen, die jeder x-beliebige Wichtigtuer fast jeden Tag erlebt.
    Und dieses Verhalten allein zeigt schon, dass sie keinen blassen Schimmer haben, was eine Depression überhaupt ist.
    Es regt mich wirklich auf, denn die Menschen, die Hilfe brauchen, werden nicht Ernst genommen, nach dem Motto: 'Ach, die ritzt sich nur, damit sie Aufmerksamkeit bekommt.' Tja - und wenn man wirklich solche Probleme hat und sich mal jemanden anvertraut, was ein großer und schwieriger Schritt ist und dann mit solchen Gedanken abgetan wird, verschlimmert es das alles noch gewaltig. Ich bin vollkommen Deiner Meinung.

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    1. Das Ganze ist ein hausgemachtes Problem der Gesellschaft - leider.

      Ich bin jetzt 21 und wenn ich an meiner ehm. Schule vorbeifahre oder auch nur morgens im Bus sitze denke ich mir jedesmal: Oh mein Gott... Lauter U15 Kids die rumlaufen als wären sie morgens um 4Uhr aufgestanden um sich in ein Schminktiegel zu werfen, die Jungs prollen schlimmer rum als eine Horde besoffener Hooligans - die Sprache nur noch voller Slangwörter und Schimpfwörter bei dem selbst Luci himself mit besagten "Depressionen" (*sarkasmus*) in sein Kämmerchen verschwindet

      Und was zählt bei den Kids am meisten? RICHTIG: Die neuste Technik, Markenkluft und Trends.
      Woher nehmen sie den Rotz? RICHTIG: aus dem Dünnpfiff das sich als Fernsehprogramm tarnt.

      Auch wenn ich mir grad' vorkomme wie meine eigene Oma: Sowas hat's früher nicht gegeben >_<

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    2. Also in großem und ganzem muss ich dir Recht geben, doch finde ich dass alle diese Sachen für die Außenwelt einen Jugendlichen ausmachen und alle in eine Schublade geworfen werden. Ich hab schon genug solche Menschen gesehen, doch ich finde, grad ich als Jugendlicher fühle mich ziemlich angesprochen, wenn ich lese was du schreibst. Klar du hast Recht, die meisten schminken sich als ob es Karneval wäre. Aber ich finde, dass man das nicht mit früher vergleichen kann. Früher und Heute sind einfach verschiedene Welten. Früher gab es noch nicht so viel wie heute, daher ist die Entwicklung oder ehergesagt die Kindheit total anders abgelaufen als heute. Aber ich lese viel zu oft, dass die Kinder nur noch vorm Laptop sitzen und sich mit ihren Iphones und Ipods total cool fühlen. Dies kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Meine Generation wird nur dumm dargestellt, als ob wir nie mit Freunden rausgegangen wären zum Spielplatz. Als ob wir noch nie mit Kreide auf dem Boden gezeichnet hätten. Als ob wir noch nie Schlitten gefahren sind.
      Das wir angeblich nur vorm Internet und Fernseher hocken ist eine andere Sache.
      Das Internet hat sich im Gegensatz zu früher ziemlich verändert, zum positiven oder zum negativen . Wie es jeder sehen mag.
      Auch das Fernsehen hat sich verändert. Ich muss auch zugeben, dass es früher wirklich bessere Sendungen gab, aber dafür haben die Kinder ja nicht Schuld.
      Alle haben dieses komische Bild im Kopf.
      Ihr könnt mir ja nicht sagen, dass es euch früher egal war wenn ihr in der 9.Klasse mit Kik-Sachen zur Schule gegangen wärt.
      Ihr könnt doch auch nicht sagen , dass ihr früher nie Playstation gespielt habt oder mal am Computer paar Jump n Run Spiele.

      Ich weiß, dass das meiste garnichts mit Kommentar weder noch mit dem Beitrag zutun hat. Ich wollte es nur mal loswerden .

      Ich hoffe es fühlt sich niemand angegriffen :)

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  4. Was lässt sich dazu noch groß sagen?
    Das ganze ist zu 99% stimmig!
    Der restliche 1% beziht sich auf folgende Tatsache: Wenn man wenigstens einen Fitzel gesunden Menschenverstand, genug Einfühlugsvermögen und einen Blick für versteckte Dinge besitzt, sollte man eine "echte" Depression von einer gespielten einigermaßen gut unterscheiden können, vorrausgesetzt man kennt betreffende Person ein wenig. Ansonsten sieht man die keinem an (weil diejenigen sie verstecken, wie du richtig gesagt hast) und diese gehen in der Masse unter.
    Ich bin kein Psychologe, aber man spürt bei einem richtig Depressiven, diese Verzweiflung, diesen Druck, dem sie schon längst nachgegeben haben, das legt sich wie eine Aura um einen, die man nicht einfach mal künstlich aufbauen kann.

    Mein Schlussatz:
    Hach, ich bin ja soooo depressiv... xD

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  5. Ich kenne das und ich glaube, das liegt wirklich an der mangelnden Aufklärung.
    Die wenigsten Menschen hatten wohl Psychologie in der Schule und ich muss sagen, bevor ich das Fach hatte, habe ich das Wort auch gerne mal an unpassenden Stellen benutzt. Jeder mit einer Tiefphase war schon gleich depressiv. Dabei habe ich mir die Krankheit als solches durchaus schlimm vorgestellt. Man merkte im Psychologie-Unterricht auch, dass die Meisten leider keine Ahnung hatten. Als unsere Lehrerin fragte, was Depression ist, wurden lediglich traurige Sachen aufgezählt. Viele meinen auch, wenn sie eine Zeit lang traurig und verletzt sind, dass sei eine Depression. Dabei haben doch viele Depressive eher das Gefühl KEINE Gefühle mehr zu besitzen und fühlen sich vllt. eher hilflos/sinnlos.
    Ich kenne eigentlich keine Emos, aber Gothics kenne ich viele. Diese sind eigentlich nicht auf den "Depressiv-Tripp" im Gegenteil, sie waren immer die nettesten lebensfrohesten Personen die ich erlebt habe. Ein paar Gothics kannten wohl Emos und sagten immer: "Ich will nicht mit denen verwechselt werden auf der Straße, die machen gerne einen auf Depressiv und sind es nicht."
    Die Vorstellung, dass es Leute gibt, die sich ritzen, um damit anzugeben, finde ich schrecklich. Ich kenne wirklich eine Person, die sich geritzt hat. Ich wusste von ihrer Depression, die sie seit Jahren hat und habe diese Kratzer selber entdeckt und sie hat gesagt, das war ein Lineal, sie wolle sich nicht umbringen. Von alleine hätte sie das aber nicht erzählt. Ich hasse es, dass ich ihr nie helfen konnte... wegen ihrer Familie wollte sie nicht in Therapie und von ihrer Familie rührte die Depression her.
    Zu sagen, niemand wird von einer Beziehung depressiv halte ich übrigens nicht für politisch korrekt. ;) Es kommt ja auf die Umstände an, aber wenn du damit meintest, nur weil die/der Geliebte schluss gemacht hat, dann kann ich dir zustimmen.

    LG
    Bluemusic

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    1. "aber wenn du damit meintest, nur weil die/der Geliebte schluss gemacht hat, dann kann ich dir zustimmen." - Genau das meinte ich, zumal ich weiß, was bei der Person vorgefallen ist und sie war gewiss nicht depressiv, was aber nun tausende von Menschen glauben.

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  6. Dann kommt jetzt auch mal meine Meinung dazu~
    und falls niemand Lust hat alles was ich gleich noch schreibe zu lesen, es macht mich wirklich wütend, wenn ich sehe das Leute damit angeben wollen, dass sie sich selbst verletzen angeblich depressiv sind usw.
    Ich bin nämlich selbst schon seit einigen Jahren in einer ziemlich heftigen Depression und kenne auch einige Leute denen es nicht besser geht.
    Und das so etwas als Trend angesehen wird ist wirklich traurig, da man sich überhaupt nicht vorstellen kann, wie schlimm es wirklich ist...
    Ich kenne mich zwar in der Emo-Szene usw. nicht aus, aber wenn es mittlerweile fast schon Voraussetzung ist, sich zu ritzen um dazu zugehören, kann ich die Leute die sich in solchen Kreisen befinden, in keinster Weise ernst nehmen.
    Ich hab zwar auch schon, an Tagen an denen ich einfach keine Alternative mehr sah Dinge getan, auf die ich nicht Stolz bin, aber es würde mir nie im Leben einfallen mit so etwas anzugeben... dann kann ich lieber einer Person der es ähnlich geht, lieber "Stolz" sagen, dass ich mich noch so weit unter Kontrolle habe, dass ich mich davon ab halten kann mir eine Klinge über die Haut zu ziehen.
    Ich würde gerne noch mehr schreiben, aber das würde den Rahmen sprengen und ich glaube wenn der Text zu lang wird, wird er kaum gelesen und deshalb fasse ich mich lieber etwas kürzer und hoffe, dass das ganze bei ein paar Leuten ankommt.

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    1. Nochmal ein kleiner Nachtrag,
      http://unloved-freak.tumblr.com/post/26846760031/dear-claires-accessories
      falls jemand nicht so gut in Englisch ist, das sind "Narben" zum aufkleben,
      da es anscheinend wirklich zum Trend gehört, dass man verletzt ist.
      Als ich diese Dinger das erste mal gesehen hab, hätte ich vor Wut heulen können x:

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    2. Sorry, aber das "Accessoire" ist einfach nur widerwärtig und pervers...

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    3. wirklich widerwärtig sind die vielen "Likes" die der Bullshit hat

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    4. die Bloggerin betont doch, dass es widerwärtig ist .. ich glaub daher hat es soviele likes , die sollen dem zustimmen.

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  7. Sich zu ritzen ist definitiv nicht cool. Ich muss zu geben das ich damit auch Erfahrungen gesammelt habe die noch nicht so lange her sind,und ja auch wegen Liebeskummer. Bei mir hält aber leider Gottes der Liebeskummer schon fast 2 Jahre an und nicht wie bei manchen Leuten 2 Monate. Man brauch dann nur die richtigen Freunde,ein gutes Umfeld und vorallem eine Familie die nicht wegschaut. Ich selber gehöre nicht zu der Gruppe emos,sondern eher zu den Heavy Metalern und das ritzen betrifft bei weitem auch normale Leute,weil diese den Schmerz so eher raus lassen können. Aber wie gesagt.....wenn ich von gewissen Menschen auch sowas wie '' Ich habe soooolche Depriss '' raushören würde,dann schenke ich dem schon keine Beachtung,denn ich denke da genauso wie ihr das Menschen mit echten Problemen und / oder Depressionen das einfach nicht so herraus posaunen würden. Weil man will in dieser Phase,so stelle ich es mir vor,nich unbedingt von jeden ausgefragt werden was denn los ist.

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  8. So viele Menschen, die behaupten sie waren mal depressiv... unglaubwürdiger kann es ja eigentlich gar nicht mehr werden, denn leider sind Depressionen nun mal keine Phasen, sondern halten viel zu lange an. Und die, die sich öffentlich als Depressive profilieren, gehören sowieso an die Wand gestellt und erschossen. Eine Freundin von mir leidet an Depressionen und ich kann es einfach nicht glauben, wie lange ich sie schon kannte, bevor sie es mir erzählt hat. Man merkt es ihnen einfach nicht an! Denn gerade wegen dieser Szene-Emos sinkt die gesellschaftliche Akzeptanz für wirklich Depressive fast ins Bodenlose, da diese quasi den "Ruf" von Depressiven dermaßen in den Keller ziehen, indem sie sich als solche ausgeben. Da bleibt man lieber allein in seinem stillen Kämmerlein, was nun auch nicht gerade supi ist, oder lässt sich wirklich ernsthaft behandeln und geht zum Psychiater. Das Allheilmittel gibt es nun zwar nicht, aber Hilfe ist möglich. An dieser Stelle sei auch nochmal zum Thema Ritzen zu sagen: Sich darüber zu freuen, dass man ein Erkennungsmerkmal für andere "Gleichartige" hat ist ebenso bescheuert. Wenn man ernsthaft solche Probleme hat, dann geht man damit nicht zum nächst Besten und heult sich bei dem aus. Bei dem Problem ist schon ein verdammt großes Maß an Vertrauen und vielleicht sogar auch ein bisschen Liebe nötig, um darüber auch nur ernsthaft ein Wort zu verlieren. Meine Freundin hatte sich ebenfalls geritzt, aber inzwischen ist sie schlauer geworden. Sie wusste aber lange Zeit nicht, ob sie die Narben offen tragen sollte, damit sie sich einem ihrer Fehler ständig bewussst ist, oder ob sie sie verdecken sollte, damit sie nicht von Unwissenden Idioten darauf angesprochen wird und damit auch nicht alle, die ebenfalls in einer Depression sind, denken, es sei total okay sich zu ritzen. Merkt ihr was? So eine tolle Sache istt das gar nicht! Und würde einer dieser Emos zum Psychiater gehen, würde der eh nur ausgelacht werden! Der Schmerz kommt von tiefer, als "nur" vom Herzen.

    Sorry für die Wall-of-Text. Wenn ich gerade so schön am Schreiben bin vergeht mir jegliches Gefühl für Absätze, weil einfach alles dazu gehört. Und ich will mich jetzt auch nicht als Depressions-Professor hier aufspielen, ich hab mein Wissen darüber ja auch nur von jemand anderem und wirklich verstehen und nachvollziehen kann man diese Krankheit einfach nicht. Aber ich weiß ein wenig, und da bin ich den Szene-Idioten schon einiges voraus, was überhaupt bei Depressionen abgeht, weil ich nah am Thema dran bin, daher wollte ich mal ein bisschen was dazu sagen.

    ProgFozzy~

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  9. Selbstzerstörendes Verhalten ist ein Problem bei dem man sich dringent helfen lassen sollte. Ebenso ist es ein krankhaftes Verhalten von anderen es durch Akzeptanz oder sogar duch Bewunderung zu belohnen. Ich selber sehe ja fast jeden Tag eine Gruppe aus der Emo-Szene die wegen jeder noch so kleinen beklemmender Situration jeden auf ihre Gefühle aufmerksam machen wollen das sie ja schon genug leiden. Früher war ich selbst mit einem Mädchen befreundet die später Emo wurde. Sie hatte nie sonderliche Probleme und ihre Familie ist ebenfalls sehr nett, aber dennoch hat sie sich in der von mir oben beschriebenen Ansicht geändert. Ich kann solches Verhalten auch in keiner Weise nach vollziehen. Leid, egal ob seelisch oder körperlich sollte in keiner hinsicht verherlicht werden solches Verhalten ist einfach abstoßend, da gebe ich dir voll und ganz Recht.
    Dennoch möchte ich mich von einer deiner Aussagen distanzieren. SVV oder Depressionen sind in der Gothic Szene nicht akzeptiert. Ich selber in schon sehr lange ein Goth und habe viel Kontackt zur Szene und jeder den ich kenne findet eben solches Verhalten als Krankhaft. Wenn es wirklich solche Menschen gibt die mit Leid angeben und dann sagen sie sind so was von Goth haben diese selber keine Ahnung wofür die Schwarze Szene steht.
    Leibe Grüße
    J.

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    1. Das mit den Szenen wollte ich auch nicht verallgemeinern und ich glaube, das schrieb ich auch. Es gibt da immer diverse "Ausreißer", die dann so manches ganz anders sehen.

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  10. "Ich bin auch depressiv, mein herz ist eingefrohren weil mein Freund hat mich vor zwei Jahren verlasen^^ thumbs up, wer noch verletzt wurde^^" -random Youtube-Assi

    Diesen Kommentar habe ich unter einem meiner Lieblingssongs auf Youtube gesehen und ganz ehrlich, ich würde dieser Person gerne mitten in die Visage spucken. Vor allen Dingen, weil sie damit alle WIRKLICH Betroffenen damit nur ins Lächerliche zieht. Ich hatte viel zu tun mit dem Burnout- bzw. Boreout- und dem Peter-Pan-Syndrom. Und wenn Leute, die ernsthaft im Endstadium der Depression angelangt sind, so etwas lesen... das ist einfach das Mieseste, da kann man auch gleich einer Beinamputierten zum Tanz auffordern. Dazu kommt ja auch noch dass die Menschen, die sowas schreiben zumeist gar keine Ahnung haben wovon sie da reden! Ich denke, dass die mit "Depression" wahrscheinlich eher sowas wie "Ich schaue Twilight" verstehen. Nicht dass ich jetzt die Twilight-Saga runter machen will, aber es ist nun mal Fakt, dass mittlerweile alles Dunkle und Düstere zur Mode wird! Dabei ist das vollkommener Schwachsinn, die wirklich depressiv veranlagten Leute ziehen sich nicht anders an, als alle anderen auch. Meistens sind es sogar die größten Grinsebacken, die ein Slipknot T-Shirt anziehen und nicht einmal die deutsche Übersetzung kennen. Ich find sowas einfach nur verabscheuungswert, menschen verachtend und absolut überflüssig.

    Wobei ich gut verstehen kann dass der Freund, des Youtube-Kommentators Schluss gemacht hat. Ich glaube auch, ihr Herz ist wirklich einge'froh'ren. Ich hoffe ich übertreibe nicht zu stark wenn ich sage: Ich hoffe dass diese Art von Menschen aussterben.

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  11. Es ist alles richtig was du sagst...nur darf man dass alter der betreffenen Leute, die sich ritzen um cool zu sein, nicht ausser Acht lassen. Viele sind Mitläufer in einer Gruppe und tun alles um dabei zu sein. Mit dem Alter kommt auch die Reife.
    Allein wenn ich Jugendliche unter 18 über bestimmte Sachen reden höre, da schlackern mir die Ohren...naja alles in allem ein ernstes Thema, wofür man genug geistige Reife besitzen muss um es zu verstehen.
    Wenn die Leute am Emotag älter waren, haben Sie schlichtweg Noch nicht die geistige Reife.

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  12. Suna (YT: xXBlackCrystal)14. Juli 2012 um 17:27

    Also ich persönlich finde Emo's echt intressant und ich teile auch viele Interessen mit ihnen, aber was die überwiegende Masse derer einfach falsch versteht ist, das Ritzen nicht dazugehört. Eigentlich soll es sich in dieser Szene überwiegend um die Musik drehen, aber naja...
    Ich kenn so manche die sich oberflächlich geritzt haben, es sogar fotografierten und dann in der Schule damit prahlten wie Mies es ihnen doch geht und das sie ja letztens erst Selbstmord begehen wollten. ( Diese gehörten nicht mal zu dieser Szene)
    Es irritiert mich sehr und meine beste Freundin die stark unter sowas leidet und sowas versteckt, findet es einfach nur unglaublich wie andre damit umgehen. Ich kanns verstehen, mich würde es auch sehr wütend machen...
    Aber das Beste ist ja noch, dass mein Religionslehrer allenernstes mit den anderen in meiner Klasse einstimmte das Ritzen nur für Aufmerksamkeit dient und das es sich nur um Heulsusen handelt.
    Da bin ich wirklich aus allen Wolken gefallen, dass sogar schon Lehrer so denken. Klar machen es viele wegen so banalen Gründen, aber dennoch existierten ja auch viele die es nicht zeigen und machen um mit ihrem seelischen Schmerz klarzukommen ( Auch wenn es nicht die beste Lösung ist aber dennoch)...
    Es ist wirklich schlimm sowas.. v.v

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    1. Dein Religionslehrer ist ein Idiot. Wäre er ein richtiger Pädagoge, hätte er mehr mit euch über das Thema gesprochen, statt (wie so viele andere auch) alle Teenager und ihre Probleme über einen Kamm zu scheren.
      Mich macht das wütend.

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  13. Ich kann diesem Blogpost einfach nur Recht geben. Immer mehr bekommt man, nicht zuletzt durch viele öffentliche Medien, mit wie sehr Selbstverletzung und "Depressionen" zu einem Jugendtrend werden. Ich interessiere mich sehr für Psychologie und lese auch regelmäßig entsprechende Fachlektüre und habe auch in privaten Kreisen sehr viel damit zu tun und wenn ich sehe wie sehr Depressionen in viele seiner Formen und auch Essstörungen oder andere Krankheiten die einen psychologischen Hintergrund haben heruntergespielt werden, bekomme ich schreckliche Schmerzen in meinem Herzen.

    Oft genug wird das Wort "depressiv" falsch benutzt, denn depressiv ist nicht nur irgendeine Art der Trauer. Auch SVV ist nichts womit man angeben kann bzw. sollte, denn die Menschen die wirklich davon betroffen sind, sind darauf nicht einmal annähernd stolz. Es sind auch nicht nur Menschen aus den "dunklen Szenen" von SVV, Depressionen, etc. betroffen, sondern kann es sich dabei um jeden beliebigen Menschen handeln. Ich finde es nicht schlimm wenn Menschen die WIRKLICH davon betroffen sind oder waren, damit zu ihren Freunden, Familienmitgliedern oder zu anderen Menschen aus ihrem Umkreis gehen und sich Hilfe holen oder wenn sie offen damit umgehen.

    Allerdings sind es gerade die Menschen, die davon betroffen sind, welche sich eben nicht trauen aus sich herauszukommen und sich bei anderen Hilfe holen und nicht zuletzt sind gerade die "Trend-Emos" auch daran Schuld, dass die wirklich Betroffenen verlächerlicht und verstoßen werden, sobald sie sich Hilfe holen wollen. Es gibt viele Menschen die von psychischen Erkrankungen betroffen sind und ich finde es einfach nur schrecklich, grausam und widerwärtig, dass andere Menschen diese so in den Dreck ziehen und es tut mir im Herzen weh wenn ich auf YouTube auf Videos mit Titeln wie "ritzen aus liebe.x3" oder auf entsprechende Trickbilder, die SVV oder Depressionen in irgendeiner Art verherrlichen, auf tumblr oder anderen Seiten stoße. Soviel essen kann man da gar nicht, wie man kotzen will.

    Meiner Meinung nach ist das Schlimmste daran, dass viele Menschen durch so etwas verwirrt werden und nicht wissen wann man sowas nun ernst nehmen und wann man nur den Kopf schütteln und weggehen kann. Ich hoffe, dass wenn dieser gesamte Blogpost von dem ein oder anderen SVV/psychische Erkrankungen/usw. verherrlichenden Menschen gelesen wird, dieser sich augenblicklich ändert, denn sowas ist wirklich etwas, was ernst genommen werden muss!

    Sorry für den langen Kommentar, aber ich wollte meine Meinung hier einfach mal auch verewigen, da ich denke sie ist hier an dem richtigen Platz.
    Ich hoffe der einen oder anderen Person hat es gefallen meine Meinung zu lesen.

    Cheria

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  14. Ich bin ganz deiner Meinung...es als Trend anzusehen ist einfach krank in meinen Augen.
    Nur wie sollte man das Problem anpacken?
    Wann weiss ich, das eine ernste Depression vorliegt oder es als Trend gemacht wird? (Gut dein Beispiel war schon krass und eindeutig...ist mir persönlich noch nicht passiert =S )
    Bei wem weiss ich, das ich eingreifen muss und bei wem weiss ich, das ich ihm eine scheuern sollte?
    Soll ich die auf der Straße anscheißen?
    Soll sich die Schule darum kümmern?
    Soll man Leute einschleusen in solche Gruppen und aufklären? =/
    Wie soll man sowas verklickern?

    Ich habe keine Ahnung...

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  15. Leute, die mit sowas hausieren gehen, die stolz damit angeben, sich geritzt zu haben oder sich selbst als depressiv betiteln, weil sie gerade mal traurig sind, haben einfach überhaupt keine Lebenserfahrung. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sowas von vielen Menschen praktiziert wird, die aus der Pubertät herausgewachsen sind, zumindest wird die Mehrzahl solcher Menschen minderjährig sein.
    Und irgendwie sauer macht es mich auch, wenn ich sowas miterlebe, zumindest kommt bei mir dann ein komisches Gefühl in der Brust auf, weil ich selbst an Depressionen und teilweise auch selbstverletzendem Verhalten leide. Dann denke ich: 'Ja, du heulst jetzt rum und meinst, du bist ja sooo depressiv, weil dies und jenes und Lapalie hier und Liebeskummer da, mit 13. Also, Liebeskummer, mit 13. Depressiv wegen Liebeskummer, mit 13. Wenn ich deine Probleme hätte, würde es mir wahrscheinlich besser gehen.'
    Obwohl ich persönlich sowas zum Glück kaum kenne. Aber natürlich bekommt man einiges mit, die Vorurteile der Menschen nicht zuletzt, und genau deswegen ärgert es mich auch, dass es mir deswegen so unangenehm wäre, meine Narben zu zeigen. Weil ich dann die ganze Zeit das Gefühl hätte, dass die Menschen, denen ich begegne, komisch über mich denken, und sowas kann ich auf Dauer nicht aushalten. Ich will auch nicht von Fremden für jemanden gehalten werden, der seine Verletzungen stolz zur Schau stellt, aber es gibt einen Unterschied zwischen zur Schau stellen und einfach damit zu leben. Ich kann auch nichts mehr daran ändern, wenn die Narben da sind, aber ich möchte einfach auch nicht auf dieses oder jenes Kleidungsstück verzichten, weil man die Verletzungen sehen könnte. Und trotzdem tue ich es meistens doch, weil ich es aufgrund der vorherrschenden Meinung über SVV nicht ertragen könnte, dementsprechend beurteilt zu werden. Es war fast schon eine Erleichterung, als ich bei meiner besten Freundin einmal versehentlich meine Jacke ausgezogen habe, unter der die Verletzungen gut zu sehen waren. Schnell war die Jacke wieder an, als ichs gemerkt habe, aber sie hatte es ebenfalls bemerkt. Seitdem hilft sie mir dabei, einen Therapieplatz zu finden und ich muss nicht mehr darauf achten, dass sie nichts sieht, und obwohl ich mir immer noch etwas unwohl deswegen vorkomme, ist es auch irgendwie eine Erleichterung, ihr auch sagen zu können, dass ich jetzt nicht mit ihr reden möchte/zu ihr kommen möchte/sie angemessen trösten kann, weil ich gerade eine depressive Phase habe. Und diese Phasen sind dann wirklich krass für mich und meine Psyche und nicht zu vergleichen mit 'ich bin heute mal schlecht gelaunt'. Es ist schon recht furchbar, wie derbe allein der reine Begriff oft abgewertet wird. Ich habe auch das Gefühl, dass das richtige Fingerspitzengefühl und das richtige Verständnis für sowas durch Abwertung in der Öffentlichkeit zunichte gemacht werden.

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  16. Fortsetzung: . Ich habe das auch am eigenen Leib gespürt, zumindest führe ich das teilweise darauf zurück: In meinen letzten Schuljahren und auch an der Uni habe ich oft die Erfahrung gemacht, dass sich Leute von mir abgewendet haben, weil ich wohl oft mal Tage einfach nur in die Gegend gestarrt oder lustlos gewirkt habe. In einer Gesellschaft, in der es nicht verpöhnt wäre, würde man sich dann nicht Sorgen um jemanden machen, der oftmals so wirkt? Würde man nicht nachfragen? Selbst der Satz klingt schon wieder so, als würde ich damit aussagen wollen, dass ich gerne Aufmerksamkeit gehabt hätte, obwohl ich nur meine, dass es eine normale menschliche Reaktion wäre, sich um so jemanden Gedanken zu machen. Zumindest dann, wenn man diese Person als gute Bekannte oder sogar Freundin bezeichnet. Lässt man jemanden stehen, nur weil es so wirkt, als würde er jeden Moment losheulen? Mir war das gar nicht so bewusst, aber genau so wurde mir das gesagt, und auch, dass es nervt. Würde es nerven, wenn man nicht tagtäglich Pseudodepressionen um die Ohren geschlagen bekommen würde? Sicher, manche Menschen wissen vielleicht auch einfach nicht, wie man damit umgehen sollte, aber ... wie gesagt, mir wurde auch gesagt, dass es nervt, und das ist der Punkt, auf den ich mit der mal wieder zu langen Ausführung hinauswollte. Irgendwann kann man auch selber recht gut zwischen 'weiß nicht, wie ich damit umgehen soll'-Reaktionen und 'geht mir auf den Sack'-Reaktionen unterscheiden. Ebenso im Internet. Alleine auf sozialen Plattformen wie Facebook schreiben dauernd Leute Statusnachrichten, in denen sie propagieren, wie schlecht es ihnen doch ginge und es meistens auch noch so formulieren, dass Leute noch extra nachfragen müssen. "Depressive" Statusnachrichten, die nach 'hallo, kommentiert mich, fragt nach, Aufmerksamkeit, Auuuu~fmerksamkeit!!" schreien, kotzen mich so derbe an, weil ich mich dann selber komplett lächerlich fühle, wenn ich mal einen melancholischen Gedanken veröffentliche. Wieso ist es verpöhnt, dass ich einen kleinen Teil der Welt an einem abstrakt formulierten Teil meiner Gedanken teilhaben lassen möchte? Genau wegen solche Dingen.

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  17. Der Trend geht immer mehr zu solchen Psychosen oder Dingen die sich ähnliches Anmuten.

    Es gibt in jeder Szene Blender und Reale.
    Die Blender sind nur in de Szene, weils grade "angesagt" und "cool" ist - die Realen machen es, weil ihnen der Stil oder die Denkweise gefällt.

    Es ist nicht jeder ein Goth nur weil er/sie solche Kleidung trägt.

    In der heutigen Zeit wird alles gehypt und die meisten Jugendlichen denken nicht wirklich darüber nach. Das angesprochene Ritzen: Ich schätze 95% der Kids machen das nur, weil sie damit cool sein wollen und denken nicht über mögliche Gefahren oder Konsequenzen nach.

    Bestes Beispiel ist der Selbstmord-Trend. Irgendein fehlgeleiteter Teenie bringt sich ums Eck' und macht das vorher publik - prompt kommen dutzende virtuelle Beileidsbekundungen und etliche Anderen ziehen nach ohne auch nur ein Gedanken daran zu "verschwenden" das tot eben genau das heißt!

    Sry für die vlt. harte Ausdrucksweise aber manchen Leuten muss man den Kopf mehrfach gegen die Wand donnern damit sie begreifen, was sie eigentlich anrichten mit ihrem Gehabe

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  18. Hallo Sakura,

    habe mich zwar vorher noch nie wirklich auf diesem Blog "gemeldet", habe deinen Eintrag hier aber entdeckt, nachdem ich seit langem wieder das erste Mal hier auf deiner Seite war.

    ich denke,dass mit dem zwei Monate depressiv sein wegen einer zerbrochenen Beziehung ist so eine Sache.
    Mir ist schon klar was du meinst und ich kenne solche Fälle und könnte darüber wahrscheinlich genau so sehr wie du wirklich ausrasten. [Zumal ich denke, dass wegen so etwas meist den Falschen geholfen wird. Außerdem könnte ich niemals so respektlos denen gegenüber sein, die diese Hilfe wirklich beanspruchen, und ernsthaft stolz damit zu prahlen, "depressiv" zu sein]
    Was ich dennoch sagen möchte, ist, dass ich bis vor kurzem genau so wie du gedacht habe, mich dann aber Mal in diese Personen hineinversetzt habe. Klar, es gibt immer die Fälle, die dies auf der Suche nach Aufmerksamkeit machen, oder... als Anschubser für die YT-Carriere. Was auch immer sie für Gründe haben.
    Genau so, habe ich überlegt, gibt es aber auch Leute, die solche "Kleinigkeiten" ernsthaft belasten. Ich denke: Nur, weil Jemand nicht über seine Probleme schweigt, so wie die meisten davon Betroffenen, sondern eher mit so ziemlich jeden darüber redet, heißt das dann, dass diese Probleme nicht echt sind? Eben nicht. Es gibt auf dieser Welt alle Sorten von enschen/Persönlichkeiten und jeder geht eben anders damit um.
    Ich kann, wie schon gesagt, die Dramaqueen der Respektlosigkeiten unter solchen niemals ausschließen, aber nicht Alle sind so.

    Zu denen, die es aus...Trend oder Aufmerksamkeitssuche etc.machen...kann ich nichts mehr sagen. Da stehe ich dir,Sakura, wirklich voll und ganz dahinter.

    Zum Punkte "Emo/Goth-Szene":
    Ich kann nur sagen, dass ich es krank finde, welche Einstellung die Meisten [Und damit meine ich nicht Alle!! Sondern lediglich diese, die es auch so empfinden] zum 'Emo-sein' haben, oder davon, was einen Emo ausmacht.
    Vor zwei Wochen zum Beispiel trug ich ein schwarzes, schulterfreies T-Shirt, tja eventuell auch etwas zu viel Kajal und eine blau-schwarze Jeans-Leggins und wollte es nicht glauben, als mich ein Klassenkamerad mit 100% Ehrlichkeit und Verwunderung im Blick fragte: "Bist du etwa ein Emo?" Als ich dann erstmal total baff war von dieser EINSTELLUNG, übertraf die Person es dann auch noch mit diesem widerlichen Blick, als seien Emos irgendetwas abnormales.
    Die "Kids von Heute" bringen das Wort Emo/Goth einfach viel zu schnell und automatisch mit Dingen wie Ritzen, Depressionen und Selbstmord in Verbindung, nach dem Motto: Ach, du bist ein Emo? Wann willst du dich denn umbringen?
    Aber Emo+ritzen ist es eben nicht. Dazu muss ich sagen, dass die meisten Emos sich nicht ritzen und die meisten "Ritzer" keine Emos sind.
    Was ich schade finde, ist, dass es mittlerweile eine Beleidigung ist, ein "Emo" zu sein. "EY DU EMO, hahahaha, WIEDER AUF DER AUTOBAHN GESPIELT?", war, was ich neulich unter Jugendlichen aufgeschnappt habe. Und das bei einer Gruppe von Freunden.
    Unter all dem wird die wahre Bedeutung von Emo irgendwo vergessen.

    Tschuldige, das war schon wieder viel zu viel.
    Naja, das ist jedenfalls meine Meinung zu dem Thema, tut mir leid, falls ich ausfällig geworden bin...?

    Lg

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    1. Ich denke, man muss unterscheiden zwischen "Über seine Probleme reden" und "Ich erzähle von meinen Problemen, weil ich Aufmerksamkeit will".
      Denn es ist wichtig, dass man über seine Probleme redet, um Hilfe bekommen zu können und dagegen sage ich auch nichts - was mich stört, sind die Menschen, die nur um Aufmerksamkeit buhlen und meinen, es gehe ihnen wegen Kleinigkeiten schlecht, obwohl dem nicht so ist.
      Klar, jeder hat seine eigene Schmerzgrenze und es gibt Menschen, die nicht viel abkönnen und die muss man genau so ernst nehmen, wie welche, die "gravierendere" Probleme haben.
      Ich kann nicht von der Hand weisen, dass es schwierig ist, zwischen beidem zu unterscheiden, aber es auch nicht unmöglich.

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  19. likeee your blog!!
    keep posting and go for it

    XO

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